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Als Lehrkraft in Impfdiskussionen verstrickt?

Als Lehrkraft in Impfdiskussionen verstrickt?
Als Lehrkraft in Impfdiskussionen verstrickt?
© Tara Winstead / Pexels

Hilfestellung gibt der Psychologe Philipp Schmidt (SZ-Magazin (09/11).

 

Für gläubige Christen müsste es eigentlich klar sein, dass das Impfen ein ethisch gebotener Akt der Nächstenliebe sei (so Papst Franziskus in einem kürzlich veröffentlichten Video).  Denn dadurch rettet man Leben und verhindert eine Ausbreitung und weitere Mutation des Corona-Virus.

Trotzdem wird es in den kommenden ersten Schulwochen immer wieder zu Diskussionen mit Impfgegnern und Impfskeptikern kommen.

Impfgegner/Impfskeptiker

Impfgegner ließen sich, so Schmidt, kaum überzeugen. Aber auch hier dürfe man nicht schweigen, damit nicht andere noch „infiziert“ werden. Aber wie ist es mit den Impfskeptikern?

Cool down

Emotionen („wie kann man nur so naiv sein…“)  seien zwar verständlich – gerade bei Menschen, die einem nahestehen  – aber wenig hilfreich. Eine Konfrontation führe am Ende zur Polarisierung.

Der bessere Weg:

Erstens nachfragen! Nach der Infoquelle; danach, was einer Person Angst mache.
Zweiter Schritt: Wiederholen! Die Aussagen des Anderen in eigenen Worten zusammenfassen. So lassen sich Missverständnisse vermeiden. Der Andere hört, wie seine Aussagen klingen.
 

Argumente bilden den Kern des Gesprächs

Auch Impfskeptiker argumentieren. Hinter den Argumenten liegen fast immer dieselben rhetorischen Muster. Darauf sollte man eingehen.

„Impfungen schützen sowieso nicht 100%.“
Muster: unmögliche Erwartung, so Schmidt.

Gegenargument beliebig – was schützt 100%? Trotzdem setzt man sich ins Auto und fährt.

 

„Die Studie, der Dr. etc behaupten XY“
Muster: falsche Experten oder Einzelmeinungen.

Gegenargument: Quelle untersuchen. Grundsätzlich: Wissenschaft arbeitet, gerade in der Medizin, mit wissenschaftlichem Konsens. Irgendwo lässt sich immer ein Experte mit abseitiger Theorie auftreiben.

 

„Impfungen schwächen den Körper; sie sind künstlich. Besser, der Körper reagiert natürlich, oder man nimmt homöopatische Mittel“
Muster: logischer Fehlschluss.

Gegenargument: eine OP am Herzen ist ein künstlicher Eingriff, rettet aber Leben.

 

Informationen einholen

 

Mit folgenden Seiten kann man sich für den Dialog wappnen, oder auch darauf verweisen:

 

 

 

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