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Das Kreuz mit dem Kreuz

Das Kreuz mit dem Kreuz
Das Kreuz mit dem Kreuz

Sobald der Staat religiöse Symbole für sich reklamiert, ist Vorsicht angebracht!

Unser Bischof Georg Bätzing bezieht zusammen mit dem Münchner Kardinal Marx in diesem Beitrag eindeutig Stellung gegen eine Indienstnahme des Kreuzes. Damit würde ausgegrenzt, gespalten; der Staat handele übergriffig. Der Regensburger Bischof Voderholzer sieht das naturgemäß hier anders, nämlich als Verweis auf Freiheit und Toleranz, die das Kreuz gebracht habe. 

Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Udo di Fabio plädiert in einem Zeitartikel für die Verwendung des Kreuzes durch den Staat und meint sogar, dass dies die Muslime beruhigen dürfte. 

Der Salzburger Theologe Sander ein für mich lesenswertes Interview gegeben, in dem er seine Ablehnung der Söder-Aktion in die Staat-Kirche-Frage einordnet. 

Hier ist noch Platz für weitere Aufarbeitungen des Themas. Schicken Sie uns die entsprechenden links!

... und zuletzt: bei meiner Durchsicht der Bilder zu diesem Text war plötzlich das "Eiserne Kreuz" unter den Bildern. Interessant. Es wurde übrigens bewusst schon von Preussens König Friedrich als religiöses Symbol für den Krieg instrumentalisiert. Mit gewollter Erinnerung an die Kreuzzüge, unter Aufnahme des Designs des Deutschen Ordens. Sie wissen, wie die Karriere des Abzeichens nahtlos über den Ersten Weltkrieg bis zum Zweiten weiterging. Deshalb ist es so eine Sache, wenn der Staat für sich in Anspruch nimmt, religiöse Symbole in Eigenregie und per Gesetz füllen zu dürfen. Aber damit wären wir schon mitten in der Diskussion...