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Eine Schule ist kein Ponyhof

Zertifikatsverleihung am Ende des Krisenbegleitkurses für Lehrkräfte
Eine Schule ist kein Ponyhof
Eine Schule ist kein Ponyhof
© Bistum Limburg / Schuld

Vierzehn Lehrkräfte aus ganz Hessen zum/r Krisenbegleiter/in qualifiziert

Es sind – Gott sei es gedankt – in letzter Zeit nicht die großen Schadenslagen, die den Alltag einer Schule so schrecklich unterbrechen können. Eher zeigen sich in den Klassenzimmern viele einzelne Krisen, mitunter auch persönliche Katastrophen, denen LehrerInnen in ihrem Unterricht begegnen. Eltern verunglücken, Kinder werden vernachlässigt, Mobbing und Streit verhindern oft ein gutes Zusammenleben. Das Bistum Limburg unterstützt LehrerInnen in ganz Hessen, indem es zum dritten Mal einen einjährigen Krisenbegleitkurs anbot.  Nun verlieh der Dezernent des Bistums für Schule und Bildung, Andreas von Erdmann, den engagierten KollegInnen die Zertifikate. Er machte gleich am Anfang deutlich, wie nötig eine qualifizierte Krisenbegleitung sei, damit die betroffenen Kinder wieder in eine innere Balance zurückfinden könnten. Der Polizeiseelsorger und Referent des Kurses Joachim Michalik hob hervor, dass Kirche gerade mit diesem Angebot einen wertvollen und nachhaltigen Beitrag für das Miteinander von Staat und Kirche leisten könne. Neben ihm gestalten der Pastoralpsychologe Prof. Dr. Klaus Kießling von der Hochschule St. Georgen und Heike Karau vom Traumazentrum „Die Welle“ in Hanau den gesamten Kurs. Schulleiter Ralf Abel aus Limburg, aus dessen Kollegium gleich zwei Pädagoginnen am Kurs teilnahmen, sah in seiner Rede zum einen die Schwierigkeit, die interessierten KollegInnen für die jeweiligen Fortbildungsmodule freizustellen. Doch der Gewinn für die Schule, wenn man diese ganzheitlich als Lebenwelt sehe, sei ungleich größer. Junge Menschen brauchten Orientierung und Hilfsangebote, die letztlich auch den schulischen Erfolg mit bestimmten. Ähnlich äußerte sich der teilnehmende Lehrer Michael Lembach: die Schulen sollten darum bemüht sein, ihre Ressourcen durch hier qualifizierte LehrerInnen nach Kräften aufzufüllen. Als der Kursleiter Dr. Horst Quirmbach alle Gäste zum anschließenden Mittagessen einlud, konnte er von den Vertretern einiger Schulämter mit Freude hören, dass sie dieses Angebot des Bistums Limburg ihren Schulen nachdrücklich empfehlen würden. Eine Empfehlung ganz anderer Art war die musikalische Begleitung des Vormittags durch Josephine Schmirl am Flügel. Die junge Frau, die an der Marienschule Limburg ihr Abitur machte, fand mit Chopin und Liszt direkt den Weg in die Herzen der Zuhörer.