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Krisenbegleitung in Schulen - NEUER KURS!

Der aktuelle Kurs - Infos zum neuen Kurs 2022/23 - Rückblicke - Material/Infos
Krisenbegleitung in Schulen - NEUER KURS!
Krisenbegleitung in Schulen - NEUER KURS!
© andreaobzerova / stock.adobe.de

WIE WIR KRISEN IN SCHULEN BEGEGNEN KÖNNEN

Das Team des Kurses Krisenbegleitung: 

  • Heike Karau; Sozialpädagogin und Traumatherapeutin, Traumazentrum Hanau
  • Joachim Michalik; Polizeiseelsorger 
  • Prof. Dr. Dr. Klaus Kießling; Lehrstuhl für Pastoralpsychologie und Religionspädagogik, Hochschule St. Georgen, Frankfurt
  • Dr. Horst Quirmbach; Leiter des Amtes für katholische Religionspädagogik, Frankfurt und Leiter des Krisenbegleitkurses

In der Schule sind alle in unterschiedlicher Weise von Krisen betroffen: solchen, die im sozialen oder familiären Umfeld erlebt werden oder die, die an der Schule erst entstehen oder hier ausgetragen werden.
In Krisensituationen der Schule, sowohl akuten als auch latenten, werden Lehrkräfte und Pädagog*innen in der Schulsozialarbeit als Gesprächspartner um Unterstützung angefragt.

  • Wir schärfen Ihren Blick, um Krisen im Hintergrund des Verhaltens von Schüler*innen erkennen und situationsgerecht und unterstützend agieren zu können.
  • Wir unterstützen die inhaltliche Arbeit schulischer Krisenteams.
  • Wir erschließen Ressourcen der Krisenbegleitung von unterschiedlichen Perspektiven her (Traumapädagogik, Psychologie, religiöse Traditionen und christliches Menschenbild).
  • Wir führen eine qualifizierte Evaluation am Ende und während der gesamten Fortbildung durch.

Dazu führt das Team die mit einem Zertifikat des Bistums Limburg abschließende Fortbildung an drei Terminen durch.

 

Der aktuell laufende Kurs 2019-21 wird mit dem dritten Block vom 05. - 08.10.2021 in Wiesbaden Naurod abgeschlossen und endet mit der feierlichen Zertifikatsverleihung.

 

Krisenbegleitkurs 2022/23 - ANMELDUNG JETZT MÖGLICH!!

Die Termine für den Krisenbegleitkurs 2022/23 sind wie folgt geplant:

Block 1: 14. - 17. Februar 2022 im Priesterseminar Limburg

Block 2: 04. - 07. Oktober 2022 im Wilhelm-Kempf-Haus, Wiesbaden Naurod

Block 3: 07. - 10. Februar 2023 im Wilhelm-Kempf-Haus, Wiesbaden Naurod

 

Anmeldemodalitäten:

Wenn Sie Interesse haben teilzunehmen, so melden Sie sich gerne - bitte mit Angabe Ihrer vollständigen Kontaktdaten, Ihrer Schule, Schulform und der Anschrift der Schule - unter relpaed.frankfurt@bistumbistumlimburglimburg.de.

Die ersten 15 Interessent*innen - es gilt die Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen - laden wir für den 30. November 2021, 18 Uhr, ins Haus am Dom zu einem Beratungsgespräch ein und befinden gemeinsam über die endgültige Teilnahme. So können Sie mit genügend Zeit mit Ihrer Schulleitung die Möglichkeit der Teilnahme besprechen. 

Weitere Infos zum Krisenbegleitkurs können Sie unserem Flyer entnehmen. Auf Wunsch senden wir den Flyer auch gerne in gedruckter Form zu. Dazu bitte einfach eine Mail an relpaed.frankfurt@bistumbistumlimburglimburg.de senden und die Versandanschrift sowie gewünschte Menge angeben.

 

 

 

Ein Schule ist kein Ponyhof - Rückblick auf die letzten Krisenbegleitkurse und erfolgreiche Absolventen*innen

© RPA Frankfurt / H. Quirmbach

Vierzehn Lehrkräfte aus ganz Hessen zum/r Krisenbegleiter/in qualifiziert

© RPA Frankfurt / H. Quirmbach

Krisenbegleitkurs 2017/18

Es sind – Gott sei es gedankt – in letzter Zeit nicht die großen Schadenslagen, die den Alltag einer Schule so schrecklich unterbrechen können. Eher zeigen sich in den Klassenzimmern viele einzelne Krisen, mitunter auch persönliche Katastrophen, denen LehrerInnen in ihrem Unterricht begegnen. Eltern verunglücken, Kinder werden vernachlässigt, Mobbing und Streit verhindern oft ein gutes Zusammenleben. Das Bistum Limburg unterstützt LehrerInnen in ganz Hessen, indem es zum dritten Mal einen einjährigen Krisenbegleitkurs anbot.  Nun verlieh der Dezernent des Bistums für Schule und Bildung, Andreas von Erdmann, den engagierten KollegInnen die Zertifikate. Er machte gleich am Anfang deutlich, wie nötig eine qualifizierte Krisenbegleitung sei, damit die betroffenen Kinder wieder in eine innere Balance zurückfinden könnten. Der Polizeiseelsorger und Referent des Kurses Joachim Michalik hob hervor, dass Kirche gerade mit diesem Angebot einen wertvollen und nachhaltigen Beitrag für das Miteinander von Staat und Kirche leisten könne. Neben ihm gestalten der Pastoralpsychologe Prof. Dr. Klaus Kießling von der Hochschule St. Georgen und Heike Karau vom Traumazentrum „Die Welle“ in Hanau den gesamten Kurs. Schulleiter Ralf Abel aus Limburg, aus dessen Kollegium gleich zwei Pädagoginnen am Kurs teilnahmen, sah in seiner Rede zum einen die Schwierigkeit, die interessierten KollegInnen für die jeweiligen Fortbildungsmodule freizustellen. Doch der Gewinn für die Schule, wenn man diese ganzheitlich als Lebenwelt sehe, sei ungleich größer. Junge Menschen brauchten Orientierung und Hilfsangebote, die letztlich auch den schulischen Erfolg mit bestimmten. Ähnlich äußerte sich der teilnehmende Lehrer Michael Lembach: die Schulen sollten darum bemüht sein, ihre Ressourcen durch hier qualifizierte LehrerInnen nach Kräften aufzufüllen. Als der Kursleiter Dr. Horst Quirmbach alle Gäste zum anschließenden Mittagessen einlud, konnte er von den Vertretern einiger Schulämter mit Freude hören, dass sie dieses Angebot des Bistums Limburg ihren Schulen nachdrücklich empfehlen würden. Eine Empfehlung ganz anderer Art war die musikalische Begleitung des Vormittags durch Josephine Schmirl am Flügel. Die junge Frau, die an der Marienschule Limburg ihr Abitur machte, fand mit Chopin und Liszt direkt den Weg in die Herzen der Zuhörer.

 

 

© RPA Frankfurt / H. Quirmbach

 

 

 

Verleihung der Zertifikate für AbsolventInnen in einer festlichen Feierstunde im Priesterseminar

Krisenbegleitkurs 2015/16

Nach einem Jahr mit drei mehrtägigen Kurseinheiten und vielen Projekten und Fallbesprechungen, zu denen sich die TeilenhmerInnen in regelmäßigen Abständen trafen, konnte der Dezernent des Dezernats Schule und Bildung, Herr von Erdmann, den engagierten PädagogInnen und Lehrkräften die Zertifikate überreichen. Zuvor hieß Dr. Quirmbach als organisatorischer Leiter des Kurses die Gäste aus Schulen und Schulämter willkommen und stellte die Referenten des Kurses vor: Frau Karau vom Zentrum für Traumapädagogik Hanau, Herrn Prof. Dr. Dr. Kießling vom Lehrstuhl für Pastoralpsychologie und Religionspädagogik in Frankfurt und Herrn Michalik von der Polizei- u. Notfallseelsorge Hessen. Der Schulleiter des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums in Flörsheim, Herr Hartwich, erläuterte in seiner Rede die Notwendigkeit einer qualifizierten Krisenbegleitung für die Schulgemeinschaft an eindrucksvollen Beispielen. Daran konnte Herr v. Erdmann sehr gut anschließen. Schließlich habe man sich entschlossen, diese intensive Ausbildung durch das Bistum Limburg zu ermöglichen, weil dadurch gerade den Schwachen und in Not geratenen Kindern und Jugendlichen qualifizierte Hilfe und Unterstützung geleistet werden könne. Seine Zusage, dass der Kurs auch in den nächsten Jahren in Kooperation mit dem Pädagogischen Zentrum stattfinden könne, wurde mit Beifall vom Auditorium aufgenommen. Verschiedentlich haben die Schulämter bereits ihre Förderung und Unterstützung des Qualifizierungsprogramms zugesagt, zumal sich der Kurs an alle hessischen Lehrkräfte und PädagogInnen aller Schulformen richtet. 

© RPA Frankfurt

 

 

 

Vertiefungskurse

Alle Absolventen der Krisenbegleitkurse bekommen einmal jährlich eine Einladung zu einem zweitägigen Vertiefungskurs, in dem jeweils ein konkretes Thema im Fokus steht.

 

 

© Bistum LimburgHilfebox des Bistums Limburg - Erste Hilfe für seelische Gesundheit

 

Nicht nur, wenn im schulischen Umfeld eine konkrete Krisensituation eintritt, können Ihnen unten stehende Links, Adressen und Materialien vielleicht weiterhelfen. 

Auch, wenn im Religions- oder Ethikunterricht Problemthemen adressiert werden sollen, können Sie hier evtl. fündig werden.

Filmbeiträge

  • In der ZDF-Mediathek wird noch bis September 2025 die 37-Grad-Folge "Ich bin noch da" über Suizidgedanken bei jungen Menschen verfügbar sein. Schonungslos und ehrlich berichten junge Menschen davon, wie sie über ihren Selbstmord nachgedacht haben und was sie schließlich davon abhielt.
  • Filmtipp 1: Grau ist keine Farbe. An Schulen gibt es Kurse über Verkehrssicherheit, HIV, Zahngesundheit – aber keine über psychische Krankheiten. Junge Filmemacher aus Taufkirchen wollen das ändern. Die Abiturienten setzen sich kritisch mit dem Thema Depressionen bei Jugendlichen auseinander. Hier geht es zum Trailer. Bestellbar ist der Film bei MovieJam.
  • Filmtipp 2: Breakdown - Ein Kurzfilm über Depressionen. "Es fühlt sich an wie ertrinken, während du jeden um dich herum atmen siehst" - Ein Zitat, welches ihr am Anfang des Filmes hören werdet. Es erklärt das Empfinden eines unter Depressionen leidenden Menschen sehr gut und akkurat. Leider sind Themen wie Depression und Suizid immer noch ein großes Tabu in unserer Gesellschaft; Dies sollte dringend geändert werden. Hier der Film auf YouTube.

 

Anlaufstellen

FRANS, das Frankfurter Netzwerk für Suizidprävention, ist die Anlaufstelle in Frankfurt, wenn man sich mit Selbstmordgedanken trägt oder im Umfeld jemand ist, um den man sich sorgt.

Hier geht es zur Stiftung Deutsche Depressionshilfe, die u. a. auch in der Uniklinik Frankfurt niedergelassen ist.

Die Ansprechpartner der Schulpsychologie im Staatlichen Schulamt Frankfurt finden Sie hier.

Freunde fürs Leben ist ein Verein, der seit 2001 Jugendliche und junge Erwachsene über die Themen Suizid (Selbstmord) und seelische Gesundheit aufklärt. Auf der Homepage gibt es einiges an Infos für direkt oder indirekt Betroffene und auch Infomaterial zum Download.

Beratung zu neureligiösen/ideologischen Gemeinschaften und Psychogruppen findet man bei Sekten-Info-NRW.

Jugendberatung und Jugendhilfe am Merianplatz Frankfurt - umfassende Hilfen für junge Menschen und Erwachsene, die aufgrund ihres Suchtmittelgebrauchs körperlich, psychisch oder sozial gefährdet, beeinträchtigt oder geschädigt sind sowie für ihre Angehörigen und ihr soziales Umfeld. 

Der Soziallotse Frankfurt gibt einen guten Überblick über Anlaufstellen verschiedenster Art in Frankfurt. Familienberatung, Essstörungen, Psychosoziale Beratung, Drogenhilfe, ... Auch nach Zielgruppen, z. B. "Kinder" oder "Jugendliche" filterbar.

Auch bei den Johanniter werden Präventionsarbeit und Kindeswohl großgeschrieben. Dort ist auch das Trauerprojekt "Lacrima" (ital. für "Träne") angesiedelt, welches Kinder und Jugendliche, die einen nahen Angehörigen verloren haben, bei der Trauerarbeit begleitet. Hier geht es zu Lacrima Rhein-Main.

 

In unserer Bibliothek

... gibt es einen neuen Bereich zum Thema "Krise und Krisenbewältigung". Ob Suizid, Todesfälle oder andere Krisen. Hier finden Sie einiges an hilfreichem Material. Für kleinere Kinder gibt es u. a. Bilderbücher, die Trauer, Tod, Abschied kindgerecht thematisieren.

Und auch unter den DVDs finden sich etliche Kurzfilme, die sich mit Lebens- und Sinnkrisen auseinandersetzen. U. a. der Film "Regenbogenengel", in dem es um Suizid bei Jugendlichen geht. Hier geht's zum Podcast mit einer Kurzbesprechung des Films. 

 

Sonstiges Material

Das interaktive Fortbildungsangebot „Was ist los mit Jaron?“ unterstützt schulische Beschäftigte, Kinder besser vor sexueller Gewalt zu schützen. Es gibt darauf Antworten und ermöglicht es, anhand von Modell-Situationen, die schulische Beschäftigte in ihrem Alltag vorfinden, zu lernen, wie sie mit belasteten Schüler*innen umgehen und wo sie Hilfe finden können. „Was ist los mit Jaron?“ wurde als sogenanntes „Serious Game“ (ernsthaftes Spiel) vom Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) im Rahmen der Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ und in Kooperation mit Vertreter*innen der Kultusbehörden und Präventionsexpert*innen entwickelt. Es richtet sich speziell an schulische Beschäftigte in Grundschulen sowie in weiterführenden Schulen und Förderschulen. Die aktuell verfügbare Version für Grundschulen finden Sie - ebenso wie eine Vorstellung des Kurses und eine Adressierung möglicher Bedenken -  hier. Das Laden des Kurses dauert eine Weile. Geduld ist gefragt. Und auch für die Durchführung muss man einiges an Zeit einplanen. Man hat die Wahl, den Grundkurs anonym oder registriert durchzuarbeiten. Mit Registrierung gibt es die Möglichkeit zu speichern und sich eine Teilnahmebestätigung erstellen zu lassen. 

 

Die Hilfebox vom Referat Seelsorge für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung im Bistum Limburg will auf psychische Erkrankungen, die in der Gesellschaft oft tabuisiert werden, aufmerksam machen und Hilfe anbieten. Die Box beinhaltet Flyer zu verschiedenen Themen, wie Angst, Depression oder Psychosen. Dazu kommt vom Bistum Limburg ein Faltblatt zur Ersten Hilfe für seelische Gesundheit. Aktuell ist beides auch bei uns im Relpäd-Amt in begrenzter Stückzahl verfügbar. Oder Sie wenden sich zur Bestellung einer größeren Menge an Frau Ruhr (a.ruhr@bistumlimburg.de).

Von rpi-loccum gibt es - tw. auch befördert durch die Corona-Krise - einige Anregungen für den Umgang mit Krisensituationen im schulischen Umfeld und deren Aufarbeitung. So zu "Todesfälle begleiten", "Wenn das Leben Risse bekommt - Vom Umgang mit Krisen" oder auch "Vom Traurigsein und trauern".

 

Telefonseelsorge

 0800 1110111

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Bistum Limburg

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