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Fortbildungen der AG Berufsbildende Schulen

Themen im Fokus der BBS - einige Eindrücke von zurückliegenden Veranstaltungen.
Fortbildungen der AG Berufsbildende Schulen
Fortbildungen der AG Berufsbildende Schulen
© Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Norbert Miguletz, 2016

Besuch im Haus des Jugendrechts - Online-Fortbildung im Mai 2021

 

Einige (Berufs-)Schüler*innen kommen mit dem Gesetz in Konflikt oder werden Opfer einer Straftat und bringen diese Erfahrungen mit in den Unterricht und in die Schulseelsorge. Im Haus des Jugendrechts (HdJR) wird die Arbeit von Staatsanwaltschaft, Polizei, Jugendgerichtshilfe und „Täter-Opfer-Ausgleich“ vernetzt und gebündelt, um wirksamer tätig sein zu können.

In dieser Fortbildung bestand - wenn auch nur online - die Möglichkeit, die Arbeit des HdJR kennenzulernen und Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten zu dieser Thematik auszutauschen.

Eindrücklich beschreibt Frau Kühnlein vom HdJR die Zusammenarbeit von Staatsanwaltschaft, Polizei, Jugendgerichtshilfe, Verein Kinder- und Jugendhilfe sowie des Täter-Opfer-Ausgleichs unter einem Dach. Um schneller auf Straftaten reagieren zu können erweist sich die Zusammenarbeit und Vernetzung der Beteiligten im Haus des Jugendrechts als sinnvoll und zielführend. Ziel ist immer zu einem straffreien Leben zu befähigen. Seit einigen Jahren geht die Jugendkriminalität zurück. Das führt Frau Kühnlein auch auf die Präventionsarbeit und die Zusammenarbeit mit den Schulen, die sie weiter ausbauen möchte, zurück. Auch Lehrer*innen haben die Möglichkeit, sich bei Bedarf ans Haus des Jugendrechts zu wenden.

Die Fortbildung war eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem RPI der EKKW und der EKHN und der AG Berufliche Schulen des RPA Frankfurt.

 

Besuch der Katholischen Fernseharbeit - Online-Fortbildung im April 2021

© Martin Foskett auf Pixabay

 

Die Katholische Fernseharbeit (KFA) ist eine Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz. Als Schnittstelle zwischen der Katholischen Kirche und den verschiedenen  Fernsehsendern besteht ihr Auftrag darin, kirchliches Programm auf vielfältige Art und Weise zu gewährleisten und neue Formate zu entwickeln. Neben eigenen Produktionen begleitet die KFA Formate mit kirchlichem Bezug und Inhalt. Sie ist also viel mehr als "Das Wort zum Sonntag".

Die Fortbildung bot die Gelegenheit, die KFA und deren Angebote im Bereich Medien und Kommunikation - zumindest online - näher kennenzulernen, mit deren Verantwortlichen und Mitarbeitern in den Austausch zu treten, das aktuelle mediale Zeitgeschehen auch mit Blick auf unsere eigene Arbeit an den Berufsbildenden Schulen zu reflektieren und uns von deren Erkenntnissen und Einsichten inspirieren zu lassen

Herr Fischer, Leiter der KFA, gewährte uns u.a. eine detaillierte Übersicht, welche Formate die öffentlich-rechtlichen und privaten Sender anbieten, wobei die privaten Angebote meist kurze Impulse an den Übergängen zwischen Sendungen sind um ein Zufallspublikum zu erreichen. Konstant große Einschaltquoten haben die Gottesdienstübertragungen an Sonn- und Feiertagen, verstärkt durch Corona. Bis 2030 wird sich das analoge Fernsehen weitgehend verabschieden. Es gilt, neue digitale Angebote zu entwickeln (ein Beispiel wurde uns von einer Mitarbeiterin vorgestellt), und zwar nicht nur mit den vorhandenen Bordmitteln, sondern unter erheblich gesteigertem Einsatz von finanziellen Mitteln und fachlicher Kompetenz. Das scheint den kirchlichen Entscheidungsträgern noch nicht ganz klar zu sein.

 

Ostend - Blick in ein jüdisches Viertel - eine Fortbildung im Spätsommer 2019

© Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Norbert Miguletz, 2016
© Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Norbert Miguletz, 2016
© S. Beul-Ring, RPA Frankfurt
© Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Norbert Miguletz, 2016
© Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Norbert Miguletz, 2016
© S. Beul-Ring
© S. Beul-Ring

Beim Besuch des Hochbunkers an der Friedberger Anlage hat uns der weibliche Guide mitgenommen auf eine Zeitreise durch das jüdische Leben im Frankfurter Ostend. Kenntnisreich ermöglichte sie uns Einblicke in das Alltagsleben der Frankfurter Juden seit der ersten Ansiedlung jüdischer Menschen im Mittelalter bis zum Errichten eines Gedenkortes an der Stelle der ehemaligen Ostend Synagoge erst Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in den 90er Jahren.

Die Fortbildung war für die Teilnehmenden persönlich bereichernd und zeigte eine weitere gute Möglichkeit für außerschulische Unterrichtsorte auf.

Einen Besuch der Gedenkstätte können wir sehr empfehlen: Die Ausstellung ist von Mai bis November an Sonntagen von 11 – 14 Uhr geöffnet! Sie endet im November 2021.

Infos unter www.initiative-neunter-november.de

 

 

Religionsunterricht in der Fachoberschule - Eine Fortbildung im Frühling 2019

Die Fachoberschule ist als eigene Schulform in Hessen den beruflichen Schulen zugeordnet. Oft erscheint sie als kleinere Schulform wie ein abgespeckter Appendix der gymnasialen Oberstufe. Ein eigener Lehrplan ist für die FOS nicht ausformuliert, obwohl die Fachhochschulreife als zweithöchster schulischer Bildungsabschluss in Deutschland zum Studium an Fachhochschulen, teils sogar an Universitäten berechtigt. Insofern kann die Religionslehrkraft für die FOS-Klassen einen sehr „individuellen“ Lehrplan entwickeln und praktizieren. Mit dem Schuljahr 2018/2019 erfuhr der Religionsunterricht in der FOS durch den Einbezug in die Abschlussnote des Fachhochschulreifezeugnisses eine Aufwertung.

Beide Tatsachen wurden bei dem Treffen im Sinne der Unterrichtsentwicklung synergetisch genutzt. 

Bei der Fortbildung im Haus am Dom, unter der Leitung von A. Milde-Schmidt, E. Helfrich-Teschner und T. Leistner, gab es einen regen Austausch von Informationen und Erfahrungen, Unterrichtsthemen und Unterrichtsentwürfen. Die Teilnehmenden konnten auch selber ein Unterrichtsthema kurz vorstellen.  

 

Ganz schön jung in Schulden verstrickt - Eine Fortbildung im Herbst 2018

Wie schon Kinder und Jugendliche in die Schuldenfalle geraten, hat der Referent des Nachmittags, der Rechtsanwalt Martin Trautwann, Leiter der Schuldenberatung der Caritas, erörtert. Wie kein anderer kennt er die Überschuldungssituation in Frankfurt. Tragisch, wenn die Schülerinnen und Schüler, manchmal mit der ganzen Familie, in die Fallstricke des Schuldenmachens hineingeraten. Analysen und Einsichten, aber auch Gegenstrategien waren Teil dieser Fortbildung in der Bethmannschule. Lehrer*innen und andere Interessierte konnten sich informieren und Handlungsempfehlungen zur Hilfestellung mit nach Hause nehmen.

 

 

Kultur und Religion - Herausforderung einer multikulturellen Gesellschaft - Eine Fortbildung im Herbst 2018

In der von Prof. Dr. Susanne Schröter geleiteten Gruppe des Frankfurter Forschungszentrums „Globaler Islam“ werden kulturelle und politische Transformationen in islamisch geprägten Gesellschaften und in Gesellschaften mit starken islamischen Minderheiten, wie auch z.B. Deutschland, untersucht. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Information und Austausch über Herausforderungen ethnischer, kultureller und religiöser Pluralität sowie auch die neueren Forschungsergebnisse im vorgenannten Kontext. Ein Thema, das uns auch auf Sicht begleiten wird und mit dem sich auch und gerade junge Menschen beschäftigen sollten. Es lohnt also, es auch im Unterricht immer wieder in den Blick zu nehmen.

 

 

 

Besuch der Anne-Frank-Bildungsstätte - Eine Fortbildung im Herbst 2017

Immer wieder sucht sich die AG Berufsbildende Schulen interessante Orte in Frankfurt aus, die zu besuchen sich lohnt.

Insbesondere Stätten, die das jüdische Leben in Frankfurt zum Thema haben - sei es aktuell oder historisch - stehen im Fokus.

Bei dieser Fortbildung hat die Referentin, Fr. Khan, die Lehrkräfte durch die Bildungsstätte Anne Frank geführt und darüber berichtet, mit welchen Projekten und Veranstaltungen sie in und für Schulen tätig sind. Ganz im Sinn von Anne Frank, deren Tagebücher auf der Flucht vor den Nationalsozialisten davon zeugen, wie notwendig es ist, sich in allen Zeiten für Menschlichkeit, Toleranz und die Anerkennung der Gleichheit aller Menschen einzusetzen. 

Ein Ort, der ganz oben auf der Liste stehen sollte, wenn man über außerschulische Lernorte nachdenkt.

 

 

Bischof Georg Bätzing besuchte am 10.08.18 die Werner-von-Siemens-Berufsschule

Durch die weit geöffneten Fenster des hintersten Klassenraumes  weht eine angenehm frische Brise, als der Bischof von Limburg an diesem Morgen in einer Schulbank Platz nimmt und sich unter die Schüler mischt. Die dürfen ihm heute Fragen stellen. Und er beantwortet sie gerne:

„Es gibt existentielle Themen, um die kommt kein Mensch drum herum“ –  sagt er zu einem Schüler. Einem von insgesamt zwölf, die sich freiwillig für den Dialog mit dem Kirchenmann gemeldet haben.  Und er fährt fort: „Wieso passiert mir das? Warum gibt’s Leid, warum Krankheit? Und wie gehe ich damit um? Und auch die Frage nach dem Tod. Das sind Fragen, die sich irgendwann jedem einmal stellen. Und oft kommt dann die Religion ins Spiel“.

Gespannt hören die Schüler dem Bischof zu. Das Gespräch ist alles andere als langweilig. Und das Interesse an religiösen und weltanschaulichen Fragen bei den jungen Männern zwischen 17 und 28 Jahren offenbar größer, als das allgemeine Bekenntnis zu diesem Interesse. Das jedenfalls zeigen die vielen Wortmeldungen der angehenden Techniker:

„Sehen Sie Parallelen zwischen den dunklen Epochen des Christentums und dem Islam“ will ein Schüler wissen, der sich selbst zum Atheismus bekennt. Und „Warum kommen die evangelische und katholische Kirche eigentlich nicht zusammen,  das kann doch nicht so schwer sein?“ fragt ein anderer. Schnell sind die 45 Minuten um. Und damit schon die dritte Gesprächsrunde an diesem Donnerstag, in der Dr. Georg Bätzing den Berufsschulalltag an der Technikerschule im Frankfurter Gutleutviertel kennenlernt. Dazu ist er aus Limburg gekommen. Mit Bus und Bahn und spürbarem Interesse, auch  an den Herausforderungen, denen sich Schulleiter Tilmann Stoodt Tag für Tag stellen muss: der Tatsache beispielsweise, dass Berufsschulen in bildungspolitischen Konzepten bisweilen nahezu unberücksichtigt bleiben, der Frage was Digitalisierung für eine technische Berufsschule bedeutet und nicht zuletzt die Suche nach ausgebildeten Lehrkräften. Von denen gibt es so wenige, dass der Betrieb derzeit eingeschränkt werden muss. Und diese Wenigen sind mit vielem konfrontiert. Mit vielem, was mit dem Unterrichten eigentlich gar nichts zu tun hat und es dennoch manchmal unmöglich macht. Davon hört der Bischof in einem weiteren Gespräch.

Diesmal mit der Sozialpädagogin Eva-Maria Bauer und Lehrkräften aus dem Fachbereich Religion/Ethik: Da ist zum Beispiel der geflüchtete junge Mann, der beim Thema „Lebenstraum“ zusammenbricht, weil sein Trauma wieder aufbricht. Ein anderer Schüler knallt – offenbar völlig übermüdet - plötzlich mit dem Kopf auf den Tisch. Die Lehrerin spricht ihn an und erfährt, dass er gerade kein Dach überm Kopf hat. Und ein Dritter kann sich nicht konzentrieren, weil er nachts einer Zusatzbeschäftigung nachgeht, um drei jüngere Geschwister und die schwerkranke Mutter mit zu versorgen. Diesmal ist es der Bischof, der gespannt und  betroffen zuhört und interessiert zurück fragt, bis irgendwann erneut die gelbe Lampe über der Tür blinkt und die wohlverdiente Pause anzeigt.

Durch den Sommerhoff Park geht es ins benachbarte Johanna-Kirchner-Altenhilfezentrum. Dort wartet das Mittagessen. Und einer der Hausbewohner. Im Rollstuhl schiebt er sich uns langsam entgegen. Sichtlich erfreut über die neuen Gesichter beginnt der ältere Herr einen fröhlichen Smalltalk über die bevorstehende Bundesliga und die Chancen der Eintracht, deren Kappe er auf dem Kopf hat. Bischof Georg und Schulleiter Tilmann Stoodt müssten eigentlich schon wieder im Auto sitzen. Die nächsten Termine warten. Davon merkt man den beiden aber gar nichts an. Stattdessen lassen sie sich kurz aufhalten, lachen und scherzen mit dem Mann im Rollstuhl. Der strahlt übers ganze Gesicht als wir uns von ihm verabschieden. Für einen Moment macht er mich nachdenklich. Er erinnert mich an den Satz, den ich am Morgen gehört hatte:

„Es gibt existentielle Themen, um die kommt kein Mensch drum herum“

Patricia Nell, Religionslehrerin

Manchmal sind es die scheinbar unbedeutenden Begegnungen am Rande, die uns genau daran erinnern.

 

 

Zwischen Duldung, Anerkennung und Abschiebung - Ein RASSISMUSkritischer Stadtrundgang im Frühjahr 2018

Mit dem Bildungskollektiv Bleiberecht, Herrn Thomas Pleger, machten wir uns auf eine interaktive Spurensuche zum Thema Flucht und Asyl, um die Auseinandersetzung mit den Lebensbedingungen von Flüchtlingen, Asylsuchenden und illegalisierten Menschen anzuregen. An symbolischen Orten in der Frankfurter Innenstadt wurden Impulse gegeben, die mithilfe interaktiver Methoden und Gesprächsrunden diskutiert werden. Der interessante und informative Rundgang, dem sich Religionslehrer*innen, PoWi-Lehrkräfte und auch Sozialpädagogen*innen sowie andere Interessierte anschlossen, begann an der Hauptwache und endete im ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeldstraße.

 

 

Fortbildung zum geänderten Lehrplan BBS im Frühjahr 2017

Seit 1. August 2016 sind die geänderten Lehrpläne für den Religionsunterricht an den beruflichen Schulen in Kraft gesetzt.

Anlass genug, sich eingehender damit zu beschäftigen. Zwei der Autoren, Dr. Marc Fachinger vom Dezernat Schule und Bildung, Limburg sowie Dr. Kristina Augst vom RPI, Darmstadt, wurden daher eingeladen und stellten sie am 30.5.2017 in der Heinricht-Kleyer-Schule dem interessierten Publikum vor.

 

(Kurz-)Filme im RU - Eine Fortbildung im Frühjahr 2017

 

An diesem Nachmittag lernten wir im Religionspädagogischen Amt neue und bewährte (Kurz-)Filme kennen, die sich im Religionsunterricht an BBS - und auch in der Oberstufe - gut einsetzen lassen, und diskutieren Möglichkeiten, damit zu arbeiten. Der Referent, Herr Andreas Greif, BO Fulda, informierte über die Ausleiheangebote der AV-Medienzentrale.   
Auch im Amt für katholische Religionspädagogik, im Haus am Dom, können viele Filme ausgeliehen werden.

© RPA Frankfurt

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