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Mentorat

für die Lehramtsstudierenden der katholischen Theologie an der Goethe Universität Frankfurt.
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© Celia Ortega, Unsplash

AKTUELL! Soforthilfe für Studentinnen

Der Hildegardis-Verein stellt zinslose Darlehen für Studentinnen zur Verfügung, die durch die Corona-Krise, z. B. durch Verlust ihres Nebenjobs, in finanzielle Nöte geraten sind. 

Die Antrage werden im Eilverfahren geprüft. Mehr Informationen gibt es in der Pressemeldung. Auf direktem Weg zum Antragsverfahren geht es hier.

 

 

 

WAS BEDEUTET MISSIO CANONICA?

Katholische Religionslehrkräfte benötigen über die staatliche Unterrichtserlaubnis hinaus eine Missio canonica. Das ist die Sendung (missio) des Bischofs für den Dienst als Religionslehrer/in. Damit wird deutlich gemacht, dass Lehrer/innen ihren Auftrag von der Kirche erhalten und damit nicht (nur) in eigenem Namen vor einer Klasse stehen, sondern auch im Namen der Kirche, der sie angehören. Kinder, Jugendliche, Eltern und Kollegen nehmen ihre Religionslehrer/innen eben auch als kirchliche Vertreter wahr und werden sie auch daraufhin befragen. Seitens des/der Religionslehrers/Religionslehrerin bedarf es dazu eines kritisch durchdachten, innerlich verwurzelten Glaubens, der sowohl durch ein wissenschaftliches Studium reflektiert wurde, als auch in der persönlichen Lebensführung und -haltung wirksam wird. Das Dezernat Schule und Bildung stellt für diese anspruchsvolle Aufgabe vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung. Während des Studiums hat das Mentorat die Aufgabe, Studierende zu begleiten und zu beraten. Dieses Angebot kann auch während des Referendariats gerne weiterhin in Anspruch genommen werden. Schon zu Beginn des Studiums stehen angehenden Religionslehrer/innen auch die regional verteilten Religionspädagogischen Ämter  mit Rat, Tat und Medien zur Seite und das Pädagogische Zentrum (PZ) in Wiesbaden-Naurod für fachliche und spirituelle Fortbildung und Begleitung. In Anbetracht der sich rasch verändernden Erfordernisse sind Religionslehrer/innen nicht auf sich selbst gestellt, sondern haben Unterstützung von der Kirche, deren Sendung für die Welt sie mit wahrnehmen.

 

Über die kirchliche Unterrichtserlaubnis zur Missio canonica

Die kirchliche Bevollmächtigung gibt es in Form der zeitlich befristeten »kirchlichen Unterrichtserlaubnis« für das Referendariat, die auch unter bestimmten Umständen verlängerbar ist, und als zeitliche unbefristete Missio canonica, beantragbar nach dem 2. Staatsexamen.

 

 

In sieben Schritten zur kirchlichen Unterrichtserlaubnis

  1. Einführungsveranstaltung der Studienbegleitung zur Missio canonica - im Rahmen des Grundkurses des Fachbereichs 07 der Goethe Universität - in Kirchähr.
  2. Orientierendes Gespräch mit der Geistlichen Mentorin, Frau Gabriele von Erdmann, im 1. oder 2. Semester (KHG, Campus der Goethe-Universität)
  3. Informierendes Gespräch mit der Studienmentorin, Frau Susanne Beul-Ring, im Laufe der ersten drei Semester (Amt für katholische Religionspädagogik, Haus am Dom)
  4. Kirchenpraktisches Engagement (in Absprache mit Frau Beul-Ring)
  5. Praktikumsbericht zum Kirchenpraktischen Engagement
  6. Reflexionsgespräch
  7. Abschlussgespräch mit der Geistlichen Mentorin

Was heißt das für Sie im Einzelnen?

1 - Einführungsveranstaltung

Die Einführungsveranstaltung besuchen Sie im ersten Semester. Diese findet im Rahmen des universitären Grundkurses an einem Wochenende im Bildungshaus Kirchähr statt. Hier erhalten Sie wichtige Informationen über die Angebote des Mentorats, Anforderungen der Studienbegleitung und Profil eines Religionslehrers/einer Religionslehrerin. Die beiden Mentorinnen und Mitarbeiter des Dezernats Schule und Bildung des Bischöflichen Ordinariates Limburg werden Sie informieren und für Fragen bereitstehen.

 

2 - Orientierendes Gespräch

Dieses Gespräch führen Sie möglichst ebenfalls im ersten Studienjahr mit der Geistlichen Mentorin, Gabriele von Erdmann. Es dient der Reflexion der persönlichen Motivation, Lehrkraft für katholische Religion zu werden. Weiterhin soll es Orientierung im Hinblick auf die persönliche Entwicklung der religiösen Kompetenz und der gelebten Spiritualität im Studium und im zukünftigen Berufsleben geben.

Gabriele Erdmann
Mentorin für die Lehramtsstudierenden der kath. Theologie I Dipl.-Theologin, Logotherapeutin
Tel.:069.788087-0

3 - Informierendes Gespräch

Dieses Gespräch mit der Studienmentorin Susanne Beul-Ring hilft Ihnen herauszufinden, inwiefern Sie sich für ihr kirchenpraktisches Engagement auf bereits erbrachte ehrenamtliche Tätigkeiten beziehen können oder ob Sie sich neu auf den Weg machen müssen, sich in kirchlichen Handlungsfeldern zu engagieren.

Im Gespräch wird gemeinsam erläutert, welche Chancen ein kirchenpraktisches Engagement in den verschiedenen Bereichen bietet. Es geht um die Erfahrung, kirchlich-katholische Wirkungsfelder als Erwachsene/r aktiv mitzugestalten.

 

4 - Kirchenpraktisches Engagement

Das kirchenpraktische Engagement soll die Verbundenheit der Religionslehrkraft mit verschiedenen Feldern kirchlichen Lebens und Handelns fördern. Art und mögliche Gestaltung besprechen Sie mit der Studienmentorin.  Das Praktikum, im Umfang von 80 - 120 Stunden, kann ein semesterbegleitendes Projekt oder auch ein Blockpraktikum sein, das in einer Gemeinde, einer Seelsorgeeinheit, einer kirchlichen Jugendeinrichtung, einem caritativen Verband, einer Senioreneinrichtung oder ähnlichem absolviert wird.

Vergessen Sie bitte nicht, sich vor dem Reflexionsgespräch von der katholischen Einrichtung, in der Sie Ihr kirchenpraktisches Engagement absolviert haben, dieses zweifach bestätigen zu lassen: zum einen im Studienbegleitbrief  mit Unterschrift und Stempel, zum anderen in einer gesonderten Bestätigung über die von Ihnen erbrachte Stundenzahl und einer kurzen Beschreibung Ihres Aufgabengebietes.

In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.

Augustinus
© S. Beul-Ring

5 - Praktikumsbericht

Im Nachgang zum kirchenpraktischen Engagement verfassen Sie einen Praktikumsbericht, der (inkl. Deckblatt) 4-5 Seiten umfassen soll. Der Bericht ist die Grundlage für das Reflexionsgespräch und wird vertraulich behandelt. Nähere Informationen zum Bericht werden Sie beim vorausgehenden, informierenden Gespräch erhalten.

 

Reflexionsgespräche zum kirchenpraktischen Engagement im Wintersemester 2020:

Mi, 02.09.2020, 10:00-12:30 Uhr

Do, 01.10.2020, 11:00-13:30 Uhr

Do, 12.11.2020, 14:00-16:30 Uhr

Do, 10.12.2020, 10:00-12:30 Uhr

Di, 12.01.2021, 14:00-16:30 Uhr

Mo, 08.02.2021, 10:00-12:30 Uhr

Bitte melden Sie sich bis drei Wochen vor Ihrem Wunschtermin per Mail an.

(Stand: 03. August 2020)

 

6 - Reflexionsgespräch

Bitte melden Sie sich mindestens drei Wochen vorher zu einem der Gesprächstermine, die jedes Semester angeboten werden, bei der Studienmentorin an. Die aktuellen Termine finden Sie in der Informationsbox rechts.

Als Voraussetzung, um an einem Reflexionsgespräch teilnehmen zu können, schicken Sie der Studienmentorin Ihren Praktikumsbericht spätestens eine Woche vor dem von Ihnen gewählten Gesprächstermin per E-Mail-Anhang zu. Zum Reflexionsgespräch bringen Sie Ihren Studienbegleitbrief und die oben erwähnte Bestätigung über die im kirchenpraktischen Engagement erbrachte Stundenzahl mit.

Die Reflexionsgespräche finden als Gruppengespräche im Amt für katholische Religionspädagogik (RPA), Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main, statt.

 

 

Susanne Beul-Ring
Studienmentorin für die Lehramtsstudierenden der Katholischen Theologie. Studienleiterin im Amt für katholische Religionspädagogik
Domplatz 360311Frankfurt am Main
Tel.:069 800 8718 302

7 - Abschlussgespräch

Das Abschlussgespräch mit der Geistlichen Mentorin planen Sie bitte bald nach dem 1. Staatsexamen ein. Hier geht es um einen Rückblick auf Ihr Studium und Ihre Entwicklung und um den Vorblick auf das Referendariat. Zudem erhalten Sie Informationen, wie Sie zur vorläufigen Kirchlichen Unterrichtserlaubnis gelangen. Der Nachweis über das Gespräch wird in Ihrem Studienbegleitbrief dokumentiert und ist der letzte Schritt im Rahmen des Mentorats. 

 

 

Und wie geht es weiter?

© StockSnap auf Pixabay

Die kirchliche Unterrichtserlaubnis ist nach dem ersten Staatsexamen bei dem Bistum zu beantragen, auf dessen Territorium der Abschluss erlangt wurde. Wer in Frankfurt sein Examen abgelegt hat, beantragt sie also beim Bistum Limburg 

Gleiches gilt für die Missio canonica; beantragbar nach dem 2. Staatsexamen. Auch hier ist das Bistum zuständig, auf dessen Boden die Schule steht, an der sie unterrichten. Liegt noch keine Planstelle vor, können sie die Missio canonica bei dem Bistum beantragen, welches auch die vorläufige Unterrichtserlaubnis ausgestellt hat. Weitere Infos zur Missio canonica, die Auflistung der benötigten Dokumente und die Download-Möglichkeit der Antragsformulare finden Sie unter:

https://bistumlimburg.de/beitrag/missio-canonica-4/

oder auch unter

https://www.missiocanonica.de/de/missio-canonica-bistum-limburg/beantragen-informieren

 

Bitte vergessen Sie nicht

Der Empfang der Sakramente Taufe und Firmung ist die Voraussetzung dafür, dass Sie das Fach katholische Religion unterrichten dürfen. Sollten Sie eines dieser Sakramente nicht empfangen haben, so können Sie auch dies mit Ihren Mentorinnen besprechen. In der KHG wird jedes Wintersemester ein Glaubenskurs angeboten, der Sie zur Taufe und/oder Firmung hinführt.

 

© StockSnap auf Pixabay

Noch Ein Wort zum Mentorat

 

Jedes Semester wird ein aktuelles Programm des Mentorates zusammengestellt, das Sie auf Ihrem Weg zur Religionslehrer/in unterstützen und begleiten soll.  Die Inhalte nehmen Anregungen der Fachschaft und einzelner Studierender auf. Gerne werden dabei auch Ihre Wünsche berücksichtigt. Melden Sie sie bitte einfach an.

Neben diesen Angeboten steht Ihnen das Geistliche Mentorat, Frau Gabriele von Erdmann, für Einzelgespräche zur Verfügung. Dies gilt sowohl für seelsorgerische Belange, geistliche Begleitung, Prüfungscoaching, als auch für logotherapeutische Fragestellungen und alle weiteren Fragen, bei denen Sie denken, dass sie Ihnen weiterhelfen kann.

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