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Misereor - Partnerschulen und Aktionen

Misereor - Partnerschulen und Aktionen
Misereor - Partnerschulen und Aktionen

Misereor Fastenaktion 2020 - Eröffnungsveranstaltung im Januar 2020

"Gib Fr!eden" - so der Titel der MISEREOR Fastenaktion 2020, deren Einführungsveranstaltung am 24. Januar 2020 im Haus am Dom war.

Mit den Ländern Syrien und Libanon stellt MISEREOR eine Region in den Mittelpunkt der Fastenaktion, wo Krieg und Gewalt, Flucht und Vertreibung aktuell sehr brisant sind. Wie wird dort den Geflüchteten geholfen? Welche Rolle spielen Religionen mit ihren Gewalt-, aber auch Friedenspotentialen? 

Die Einführung in die MISEREOR-Fastenaktion 2020 bot einen Überblick über Konflikthintergründe und zeigte Lösungsperspektiven auf. 

Außerdem konnte man das aktuelle MISEREOR-Hungertuch "Mensch, wo bist Du" kennenlernen und bekam Materialien und Aktionsanregungen vorgestellt.

 

Interessante Materialien und Unterrichtsentwürfe finden sich auf den Seiten von Misereor:

Hier  und hier zur Fastenaktion und hier darüber hinausgehend.

 

Infos und Hinweise auf Materialien

 

 

 

 

Schüler*innen des Adorno- u. Heinrich-v.-Gagern-Gymnasiums treffen Delegation aus Paraguay - September 2019

Draußen Friday for future, drinnen Nachhaltige Entwicklung

Hier wird konkret erlebbar, was globales Denken heißt.

Die Trillerpfeifen der jungen Demonstranten sind bis in den Saal zu hören. Und sie ergänzen, was dort gerade verhandelt wird: der Raubbau und die Vergiftung der Natur. Ein Film über den Sojaanbau in Paraguay zeigt den Schülern aus den 9. Klassen des Adorno-  und Heinrich-von-Gagern-Gymnasiums exemplarisch auf, dass am Ende der Mensch schließlich Schaden nimmt. Was heißt „Schaden“? Es geht um mehr. Darum, dass Menschen sterben. Darüber berichtet im Film die paraguayische Kleinbäuerin Fr. Juana Mendoza. Das Besondere dieser Veranstaltung ist: die Schüler*innen und ihre Lehrkräfte unter Leitung von Fr. Hauk und Hr. Wenderdel in Begleitung von einigen Kolleg*innen sitzen Fr. Martinez direkt gegenüber, fragen und diskutieren mit ihr. Neben ihr hat die Kinderärztin Dr. Benitez, die die gesundheitlichen Folgen des Einsatzes von Glyphosat für den Anbau der Soja Monokultur wissenschaftlich untersucht, Platz genommen.
Frau Dr. Bossung-Winkler von MISEREOR führte die Besuchsgruppe seit zwei Wochen durch Deutschland, von Köln bis Speyer gab es Begegnungen mit Schulen und Bildungshäusern. Frankfurt als Abflugsort ist die letzte Station, und so hat sich in Zusammenarbeit mit dem RPA diese wunderbare Gelegenheit zum Austausch ergeben.

"Wie geht es heute dem durch die Pflanzengifte erblindeten Jungen?" erkundigt sich die eine Schülerin, "wie den anderen Erkrankten?" Die Ärztin hat schlechte Nachrichten: sechs von zehn sind gestorben, drei bettlägerig, alle an Krebs erkrankt. Weiter Nachfragen beziehen sich auf die politische Ebene. Fr. Martinez beklagt die Korruption, die verhindert, dass sich das Recht durchsetzt. Nur die Anwesenheit der Filmleute habe dazu geführt, dass der Großagrarbetrieb ein paar Meter der eigentlich vorgeschriebenen Schutzstreifen bepflanzt hat. Als sie weg waren, hätten diese auch ein Ende gehabt, und so weht das versprühte Glyphosat-Gift weiter ins Dorf, in die Schule und vergiftet der Brunnen. Eine Hoffnung sei die UNO, durch die im letzten Jahr ein Urteil auf Schadenersatz gegen eine Agrarindustrie-Firma erwirkt werden konnte.

Wir wünschen den Frauen, dass sie weiter Kraft und Glaubensmut haben, gegen ihren übermächtigen Gegner aus der Agrar- und Chemieindustrie zu kämpfen. Die Zerstörung der natürlichen Lebenswelt, der Landraub und die Vergiftung der Umwelt schreien zum Himmel.

Und im Saal macht sich auch die eigene Betroffenheit breit: Bayer ist ein deutsches Unternehmen, das seit Kurzem mit dem Umweltgift „Glyphosat“ Geld verdienen will. Und es war ein deutscher Landwirtschaftsminister, der 2017 gegen die Kabinettsabsprachen die entscheidende Stimme für eine Zulassung dieses Mittels in der EU gegeben hat. Da kann man doch was tun, denken viele, und formulieren erste Ideen, während draußen weiter Trillerpfeifen lärmen. 

 

Raising Resistance - Wie Widerstand wächst. Ein Video zum Thema:

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Der Film zeigt den Kampf von Kleinbauern in Paraguay gegen eine übermächtige Argrar- und Chemielobby, die durch den Monokultur-Anbau ihr Leben bedroht. 52 Min. Einsetzbar ab 9. Schuljahr.

 

 

 

Misereor Fastenaktion 2019 - Eröffnungsveranstaltung im Februar 2019

"Mensch, wo bist du?"

 

Dieses Zitat stand über dem Fastentuch-Kunstwerk, das für die Fastenaktion 2019 vom Künstler Uwe Appold geschaffen wurde. Es spielt natürlich auf die Genesiserzählung an, öffnet aber durch seine abstrakte Gestaltung viel Raum für weiterführende Interpretationen. Im Hintergrund stand im Jahr 2019 das Engagement für die Kinder und Jugendlichen in El Salvador, das wie viele mittelamerikanische Länder von Krisen geschüttelt wird und viele Familien in die Armut drängt. Mach was draus! Sei Zukunft! - so versucht MISEREOR den Betroffenen Mut zuzusprechen und entsprechende Hilfe anzubieten. Wer sich informieren und Materialien für die Schule mitnehmen wollte, war herzlich zur diesjährigen Eröffnungsveranstaltung eingeladen. Insbesondere galt dies für Lehrkräfte und Schüler*innen der Klassen 9-13. 

 

Misereor Fastenaktion 2018 - Eröffnungsveranstaltung im Februar 2018

In jedem Jahr beginnt mit der Fastenzeit auch die MISEREOR Aktion. Im Jahr 2018 stand, unter dem Motto

"Heute schon die Welt verändert?"

die Kirche in Indien im Mittelpunkt - und damit Projekte, die, wie das Kastensystem, nicht nur lokal, sondern auch global eingeordnet werden müssen: die Umweltverschmutzung durch (importierten) Müll oder die Bedrohungen durch den Klimawandel.

Wie man MISEREOR Projekte ausfindig macht, unterstützt und bewertet, wurde anhand hervorragender Materialien für den RU aller Schulformen deutlich, die auch gleich mitgenommen werden konnten.
Die Referentin von MISEREOR, Frau Gaidetzka, stellte die Materialien ausführlich vor, berichtete von Hintergründen und widmete sich den Fragen der Teilnehmer*innen.

 

 

 

 

Misereor Fastenaktion 2017 - Eröffnungsveranstaltung im Februar 2017

Mit der Fastenaktion 2017 rückte MISEREOR die Menschen in der Sahelzone in den Mittelpunkt.

Burkina Faso ist eines der ärmsten Länder weltweit. Und dennoch: Immer mehr Kleinbauern zeigen dort, wie mit eigener Kreativität und Entschlusskraft eine höhere Produktivität und ein sicheres Einkommen sowie eine dauerhafte und gesunde Ernährung gelingen können. Mit der Fastenaktion unterstützt MISEREOR diese Bäuerinnen und Bauern aus der Sahelzone.

Die Einführung in die MISEREOR-Fastenaktion 2017 bot einen Überblick über Hintergründe und Ziele.

Außerdem wurden den Lehrkräfte und Schüler*innen - insbesondere der Klassen 9-13 - das neue MISEREOR-Hungertuch

"Ich bin, weil du bist"

des afrikanischen Künstlers Chidi Kwubiri, sowie Materialien und Aktionsanregungen vorgestellt.

 

Verleihung der MISEREOR Plakette für das Gagern Gymnasium in Frankfurt - August 2017

Den Globus in der Mitte - so präsentierte sich die Bühne der Aula des Gagern-Gymnasiums zu Beginn der feierlichen Verleihung der Plakette zur MISEREOR Schule am 25.8.17

Nachdem die Fachsprecherin kath. Religion, Fr. Hauk, die Gäste begrüßt und dabei auf den Anfang des gemeinsamen Wegs bis zu diesem Tag hingewiesen hatte, welcher bei einer Schüleraktion mit fairem Kaffee „Coffee Stop“  lag, übernahm ihre evangelische Kollegin Fr. Niebergall das Wort. Und sofort wurde allen klar: es handelt sich „mindestens“ um eine überkonfessionelle Aktion.

Denn der Schulleiter, Herr Mausbach, fügte sogleich noch etwas Entscheidendes hinzu. Er verwies zu Beginn seiner Rede auf den „Frankfurter“ Philosophen Schopenhauer, der das Mitleid als eine den Menschen essentiell auszeichnende Eigenschaft bezeichnet habe. Deshalb sieht der Direktor die Verantwortung für die Schöpfung und den Einsatz für ein würdevolles Leben aller Menschen auch als eine Aufgabe, die eigentlich die ganze Schulgemeinde betreffe.

Und so ist es auch: Die Aula ist voll mit Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrern und Eltern aller möglichen Fächer, Religionen und Herkünfte.

Dass es für alle Menschen eben nur die eine Erde, die eine Welt gebe und nicht die erste, zweite, dritte oder gar vierte Welt, wie es früher immer mal wieder hieß, wurde in der Ansprache von Monsignore Spiegel, dem Hauptgeschäftsführer von MISEREOR, augenfällig.

Er verwies in seiner Ansprache immer wieder auf das Prinzip der Partnerschaft, die bei der Umwelt anfange und zum Menschen führe. Partner sein heiße, verstehen zu lernen, wie das oder der Andere denke, lebe und möglicherweise auch leide. Denn kein Mensch lebe für sich allein, jeder sei und werde dadurch, dass er in Beziehungen zu anderen stehe. Er verdeutlichte das an dem Verhältnis zu den Ozeanen, ohne deren immensen Reichtum, Ökovielfalt und Klimaproduktion wir auf diese Erde nicht leben könnten.

Aber diese Lebensgrundlage sei bedroht, aktuell durch den auch  von Deutschland forcierten Tiefwasserbergbau. Am Beispiel des MISEREOR-Hungertuchs 2018, das zwei zugewandte Menschen zeigte, besprach der Pfarrer, was Partnerschaft ausmache: erst durch das Gegenüber komme man zu sich, erst durch das Eigene werde der oder die Andere.

Bevor die Abiturientin Paula Reihlen, die souverän und klug durch das Programm führte, zur Enthüllung der Plakette aufforderte, kam noch die MISEREOR AG zu Wort, die ihr „Projekt“ und ihre Motivation beschrieb. Bewundernswert!

Zur guten Stimmung trug nicht unwesentlich die Jazzband des Gagern-Gymnasiums unter der Leitung von Herrn Dr. Hermsdorf  bei. Sie bekam viel Applaus für ihre Musik und vor allem ihre Improvisationen.

Dann war es soweit: Die Abkommen zwischen MISEREOR und der Schule wurden unterzeichnet und die Plakette feierlich enthüllt. Damit wurde hoffentlich eine Geschichte fortgeschrieben, die viele Schülerinnen und Schülern in Zukunft zum Engagement für die eine, für unsere Welt führen wird.

 

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