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Portal: Perspektivwechsel - Inklusiver Religionsunterricht der Vielfalt

Portal: Perspektivwechsel - Inklusiver Religionsunterricht der Vielfalt
Portal: Perspektivwechsel - Inklusiver Religionsunterricht der Vielfalt
© Benjavisa - istockphoto.com

Willkommen auf dem Portal: Perspektivwechsel - Inklusiver Religionsunterricht der Vielfalt.

Ein Projekt der Religionspädagogischen Ämter Wiesbaden-Rheingau-Untertaunus und Frankfurt.

 

Hier finden Sie Wissenswertes, Nützliches und Praktisches für einen Religionsunterricht, der die Vielfalt der Schüler*innen und Lehrenden anerkennt und als Selbstverständlichkeit versteht.

So wie inklusive Bildung in den Schulen Raum gewinnt, ist sie auch Grundlage des (katholischen) Religionsunterrichtes aller Schulformen.

Wie kann inklusiver, vielfaltsorientierter Religionsunterricht gelingen?

Voraussetzungen für einen vielfaltsorientierten Religionsunterricht sind:

stimmige Rahmenbedingungen,  die Einstellung der Lehrerinnen und Lehrer im Blick auf die Chancen und Möglichkeiten des Unterrichts in heterogenen Lerngruppen, verbunden mit der Fähigkeit, in heterogenen Lerngruppen kompetenzorientierten Religionsunterricht zu gestalten. So verstanden, ist Inklusion im Unterricht eine – wie wir meinen: bereichernde - didaktische Daueraufgabe, die nicht reduziert werden kann auf eine bestimmte inklusive Didaktik und Methodik.

Und was gehört noch dazu?

Inklusion verstehen als „permanente Aufdeckung von Exklusion“ *

Was setzen wir – oft unbemerkt - als "normal" voraus und wo werden Menschen dadurch exkludiert und erfahren Ungerechtigkeit? Diese grundlegenden Fragen nach Normalisierungsphantasien und damit einhergehenden Exklusionsvorstellungen stellen sich auch in der Theologie und Religionspädagogik. Wir diskutierten sie im Rahmen einer Fortbildung: „Perspektivwechsel Inklusion. Heilungsgeschichten inklusiv gelesen“ mit Prof. Markus Schiefer Ferrari.

 

* Zitat entnommen aus: Oliver Reis, Alinia-Marie Spenser, Die Gottesfrage in inklusiven Lernsituationen, in: Mirjam Schambeck, Winfried Verburg (Hg.), Roadtrips zur Gottesfrage. Wenn es im Religionsunterricht um Gott geht, 14. Arbeitsforum für Religionspädagogik, Deutscher Katecheten-Verein e.V. 2019; S. 193-212.

 

 

Was uns wichtig ist

Wir teilen, sensibilisiert durch den kritischen Blickwinkel der Dis/ability Studies, die Überzeugung, dass das Leben mit oder ohne besondere Einschränkungen gleichwertige Möglichkeiten des Menschseins sind. Dieser Ansatz stellt sich allen perfektionistischen Menschenbildern und der Tendenz entgegen, Menschen zum Objekt zu degradieren. Dazu gehört auch, Menschen mit Behinderung als bemitleidenswert Betroffene zum Objekt von „karitativen“ Initiativen zu machen. Diese Sichtweise findet sich aber leider bis heute auch noch in manchen Unterrichtsmaterialien.

Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, geeignetes „inklusions- und vielfaltsensibles“ Material für den Religionsunterricht zu sammeln, insbesondere im Blick auf Menschen mit Behinderung.

 

Was diese Sammlung bietet:

Übersichtlich und schnell auffindbare, ausgewählte Informationen

  • mit regionalem Schwerpunkt Hessen/Bistum Limburg
  • für alle Religionslehrer*innen, Referendar*innen und Lehramtsstudierende mit dem Fach Religion

Links und Hinweise zu den Bereichen:

  • Unterrichtsmaterial, Unterrichtsmethoden
  • Fachliteratur, Filme
  • Weiterführende Links, Adressen, Netzwerke für Pädagog*innen, Eltern, Betroffene
  • Grundlagentexte
  • Lehrpläne/Richtlinien für katholische Religion (Hessen)
  • Neues für Sie entdeckt

Unser Anliegen ist es, die Seite möglichst aktuell zu halten. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen, Ergänzungen und Neuentdeckungen.

 

Regina Weleda, Studienleiterin mit Schwerpunkt Inklusion, Amt für katholische Religionspädagogik Wiesbaden/Rheingau/Untertaunus (r.weleda@bistumbistumlimburglimburg.de)

Susanne Beul-Ring, Studienleiterin, Amt für katholische Religionspädagogik Frankfurt, Studienmentorin für die Lehramtsstudierenden des FB Kath. Religion Uni Frankfurt (s.beul-ring@bistumbistumlimburglimburg.de)

 

 

Hinweis: Alle Links wurden zuletzt am 24.06.2021 abgerufen.

 

 

© S. Beul-Ring, RPA Frankfurt

Es gibt nicht nur ein Recht darauf verschieden zu sein – es sollte auch ein Recht geben, Vielfalt erleben zu dürfen.

Clemens Dannenbeck und Carmen Dorrance

 

Seit der Verabschiedung des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der vereinten Nationen, im Dezember 2006, ist der Begriff „Inklusion“ in aller Munde. Was aber ist mit „Inklusion“ gemeint und was heißt das für den Religionsunterricht? Damit beschäftigen wir uns in diesem Kapitel.

 

Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung (seit dem 29. März 2009 geltendes Recht in Deutschland) finden Sie hier.

 

Was ist Inklusion? - Eine ausführliche Darstellung der Inklusion, welche die Entwicklung im Bildungswesen und im Besonderen in der Religionspädagogik umfasst, von Dr. Annebelle Pithan, wissenschaftliche Referentin am Comenius-Institut, bei WiReLex– Das Wissenschaftlich-Religionspädagogische Lexikon im Internet. Hilfreich auch das ausführliche Literaturverzeichnis zum Thema.

 

Auch die  UNESCO  hat eine klare Haltung zur Inklusion und "... vertritt ... dezidiert einen weiten Inklusionsbegriff, der alle Menschen einschließt." Sie definiert im Rahmen der Agenda Bildung 2030  das Globale Nachhaltigkeitsziel 4  wie folgt: "Bis 2030 für alle Menschen inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen sicherstellen." Nachzulesen, genau wie die Unterziele des Globalen Nachhaltigkeitsziels 4, auf der entsprechenden Unterseite der Homepage. Fragen und Antworten zu den globalen Nachhaltigkeitszielen finden Sie hier und den Weltbildungsbericht "Inklusion und Bildung 2020" finden Sie hier in Kurzfassung.

 

Kurz und übersichtlich, die Definition „Inklusion“ von Andrea Schöb (2013), Politikerin in der Schweiz, der Gleichberechtigung und Gleichstellung ein zentrales Anliegen sind.

 

Leitlinien für einen inklusiven Religionsunterricht von inrev - Inrev, ein Kooperationsprojekt mit Zielrichtung Inklusiver Religionspädagogik, hat Leitlinien erstellt wie mit der zunehmenden Heterogenität der Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern im (Religions-)Unterricht umgegangen werden kann. Dabei geht es um Leitlinien zur sexuellen Orientierung, zu Gender, Dis-Ability, Sexuelle Vielfalt/Lebensformen und Kultur.

 

10 Grundsätze für inklusiven RU - An welchen Grundsätzen soll sich ein inklusiver Religionsunterricht ausrichten? An welchen Merkmalen und Indikatoren wäre dieser zu erkennen? Hier finden Sie einen Diskussionsvorschlag von inrev.

 

Inklusive Religionspädagogik der Vielfalt im Überblick. Von Prof. Dr. Thorsten Knauth, Leiter der Arbeitsstelle interreligiöses Lernen am Institut für Evangelische Theologie Essen.


Wie ein guter (Religions‐)Unterricht zwischen Kompetenzorientierung und inklusiver Didaktik aussehen kann, davon berichtet Dr. Rainer Möller.

 

Dis/ability Studies, Markus Schiefer Ferrari

Der Aufsatz bietet einen fundierten Überblick über die Entwicklung und Arbeitsfelder der Dis/ability Studies und berücksichtigt insbesondere den Bereich der Religionspädagogik.

 

Dis/Ability, Saskia Flake/Ina Schröder, Inklusive Pädagogik – Eine Herausforderung für die Religionspädagogik?

 

Im Dis/Ability-sensiblen Religionsunterricht geht es darum, den Umgang mit persönlichen Ressourcen und gesellschaftlichen Barrieren in den Lebenswelten der Schüler*innen und Lehrer*innen bewusst zu gestalten. Hier die Leitlinien  zum Nachlesen und zum Download. (18.6.2020)

 

Einen Leitfaden für gemeinsame Schulentwicklung auf der Basis inklusiver Werte bietet der Index für Inklusion: Lernen und Teilhabe in der Schule der Vielfalt entwickeln. Interessante Internetseite mit Infos rund um die Inklusionspädagogik, zusammengestellt von Ines Boban und Andreas Hinz. Neben vielen anderen interessanten Infos auch zu finden auf der Seite Inklusionspädagogik.de.

 

Inklusion ist kein Ziel, sondern ein Prozess. Ein Prozess der Annahme und Bewältigung von menschlicher Vielfalt.

(Raul Krauthausen)

 

 

© Michael Gaida auf Pixabay
© Gerd Altmann auf Pixabay

 

Ein Religionsunterricht der Vielfalt kann oftmals eine Herausforderung für die Lehrenden sein und erfordert von ihnen eine hohe Professionalität und die Bereitschaft zu Veränderungen. Wie dies gelingen kann, davon berichtet dieses Kapitel.

 

Wie durch eine Haltungsänderung und umfassende Vorbereitung ein Religionsunterricht der Vielfalt möglich sein kann, davon berichten K. Reinhard und A. Vonlanthen aus der Schweiz. Sie unterrichten Schüler*innen mit besonderem Förderbedarf in einer heterogenen Religionsklasse.

 

Wie eine inklusive Religionslehrer*innenbildung aussehen kann, wird in einem Ordner des Comenius-Institutes vorgestellt.

 

Patrick Grasser zeigt, dass inklusiver Religionsunterricht von Lehrkräften verlangt, mögliche Lernbarrieren bei Lehrenden und Lernenden aufzuspüren.

 

Manchmal können auch die biblischen Geschichten, vor allem die Heilungsgeschichten, Barrieren für den Religionsunterricht und die Lehrkraft sein. Wenn die Heilungen Jesu als Zeichen für Befreiung gedeutet werden und Krankheit und Behinderung als Zustand dargestellt werden, die es zu überwinden gilt, dann erweisen sich diese Geschichten eher als exklusiv. Heilungsgeschichten inklusiv zu lesen, dazu lädt Markus Schiefer Ferrari ein.

 

Wolfhard Schweiker und Anita Müller-Friese beschreiben, welche Herausforderungen zu meistern sind, um einen inklusiven Religionsunterricht in der Schule zu konkretisieren.

 

Dass es gut sein kann, das eigene Gottesbild als Lehrkraft immer wieder zu reflektieren und weiterzuentwickeln, dazu lädt Esther Bollag in ihrem Vortrag „Ist Gott behindert?“ ein. Dabei  beruft sie sich auf die Christologie von Nancy Eiesland und deren Veröffentlichung „Der behinderte Gott: unterwegs zu einer Behinderungsbefreiuungstheologie“ (1994).

 

Wer Inklusion will, sucht Wege, wer sie nicht will, sucht Begründungen.

(Hubert Hüppe, Bundesbehindertenbeauftragter)

 

 

 

Ein inklusiver Religionsunterricht orientiert sich an den unterschiedlichen Lernmöglichkeiten und -bedürfnissen der einzelnen Schülerinnen und Schüler, erhebt die individuellen Lernausgangslagen und gestaltet binnendifferenzierte, individualisierte Lerngelegenheiten. Darüber hinaus schafft er kooperative Lernarrangements, d.h. Arrangements, in denen sich die Schüler*innen gegenseitig unterstützen und gemeinsam zu Ergebnissen kommen.

 

Viele Religionspädagogische Konzepte und Methoden unterstützen das „Miteinander der Verschiedenen“ und ihren gemeinsamen Lernprozess. Die Ansätze betonen den Blick auf den ganzen Menschen und setzen den Lernprozess beim Erleben und Handeln an.

Ausgewählte Beispiele dafür sind:

         Eine Anleitung, wie man biblische Texte in einfacher oder leichter Sprache verfassen kann,            findet sich hier.

 

Jeder ist ein Genie. Aber wenn du einen Fisch danach bewertest, ob er auf einen Baum klettern kann, dann lebt er sein ganzes Leben in dem Glauben, er wäre dumm.

(Albert Einstein)

 

© Myriams-Fotos auf Pixabay

 

Wir möchten Ihnen hier einerseits Materialien vorstellen für einen inklusionsorientierten Religionsunterricht. Aber wir wollen auch Anregungen geben, wie Sie das Thema „Inklusion“ im Unterricht aufgreifen können.

 

Für den Bereich Grundschule

 

Fragen an Gott -- Musik verbindet! Gebärdensprache verbindet!
In Kooperation mit den Kiedricher Chorbuben und der Seelsorge für hörgeschädigte Menschen im Bistum Limburg ist das hier abrufbare Musikvideo (leider mit vorgeschalteter Werbung) entstanden, welches eine Auswahl an Fragen aufgreift, die Kinder der 3. und 4. Klasse an Gott hatten. Fragen, die auch jede*r von uns hat und auf die man selbst keine Antwort findet. Eine Auswahl davon hat Gabriel Heun in dem Lied "Fragen an Gott" verarbeitet. „Vielleicht ist das Projekt damit auch ein Anreiz, ... sich einerseits mit Fragen an Gott, andererseits aber auch mit Inklusion auseinanderzusetzen“, hofft er. Den Liedtext können Sie hier runterladen.

 

Inkludingsda - Kinder erklären Inklusion. Kinder erklären Inklusion, von A wie „alt“ über B wie „behindert“ bis zu V wie „Vertrauen“ und vieles mehr (Video, 6.3.2014, Wiesbadener Netzwerk für Inklusion, 12.10 Min.)

 

Verschiedene Unterrichtsentwürfe zu Religionsunterricht in heterogenen Lerngruppen werden vom rpi Loccum vorgestellt.

 

Arbeitshilfe V, Impulse für einen inklusionsorientierten Unterricht im Fach Kath. Religionslehre in der Grundschule, Erzbistum Köln (01.08.2017) Unterrichtsentwürfe samt Materialien für die Themen: Ostern (Jg.2); Barmherzigkeit (Jg. 3/4); Jesus sagt: „Ich bin die Tür“ (Jg. 3/4); Wer bin ich? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? – Symbol Baum (Jg. 3/4) und Perlen für Gott – eine Gebetsreihe am Ende der Grundschulzeit (Jg.4).

 

Bei der kostenpflichtigen Seite des Lehrerbüros finden sich zahlreiche Unterrichtsentwürfe für inklusiven Religionsunterricht.

 

Beim Bildungsserver finden Sie verschiedene Unterrichtsmaterialien zum Thema „Gemeinsam lernen“.

 

Einen Unterrichtsentwurf, der sich mit der Unterscheidung von „heil“ und „Heilung“ auseinandersetzt und die Fragen: "Warum hat Gott Menschen mit Behinderung gemacht?" und "Warum heilt er nicht alle?" ernstnimmt, hat Rainer Schmidt in der Grundschule Religion 42/2103 unter dem Titel: „Jeder Mensch braucht einen Aaron“ veröffentlicht.


Unterrichtsmaterial zum Thema „Vielfalt“ und „Dabei sein“ für die Grundschule finden Sie bei der Christoffel-Blindenmission.

 

Für den Bereich Sek I und II

 

Ein Interview mit Raul Krauthausen in hrINFO, unter dem Thema "Davon auszugehen, dass Behinderung Unglück bedeutet, ist grundfalsch" (vom 28.7.21), können Sie hier abrufen.

 

Ohrenkuss-Clips - Politisches einfach erklärt: Inklusion

Direkt einsetzbar zum Thema: Was ist Inklusion? Wenn anders sein normal ist – in 90 Sekunden erklärt. Zwei Mitglieder der Redaktion Ohrenkuss sprechen darüber, was Inklusion für sie bedeutet und dass sie Teil der Gesellschaft sein wollen.

Tipp: die weiteren Clips von Ohrenkuss zu „Politisches einfach erklärt“. Veröffentlicht von der Bundeszentrale für politische Bildung.

 

Lied Hände von Carol NO mit Gebärdensprache (leider mit Werbung vorangestellt).

 

Gedichte von Rebecca Klein, Autorin, Poetin, Inklusionsaktivistin, Behindertenaktivistin, Traumaüberlebende u. a. zum Thema Inklusion.

 

Raul Krauthausen ist Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit. Mit seinen Beiträgen auf Instagram, YouTube oder Twitter greift er kritisch aktuelle Ereignisse und Themen, politische Entwicklungen und Fragestelungen rund um Inklusion auf. Zu seiner Homepage geht es hier.

 

Film: Gewitter im Kopf – Leben mit Tourette Syndrom. Jan Zimmermann, ein junger Mann mit Tourette Syndrom und sein Freund Tim Lehmann, der nicht vom Tourette Syndrom betroffen ist, führen einen YouTube-Kanal, der das Krankheitsbild Tourette-Syndrom thematisiert. Ihr Ziel ist eine Aufklärung mit Humor.  

 

Verschiedene Unterrichtsentwürfe zum Thema „Inklusion“  für den (Religions-) Unterricht finden sich auf der Seite des RPI.

 

Vielfältige Praxishilfen für den inklusiven (Religions-) Unterricht der Vielfalt finden sich auf der inrev-Seite.

 

Das Beispiel eines Fachcurriculums Religion an einer Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg (Sek 1) mit Praxisbeispielen zum Thema  „Religionen und Weltanschauungen“ liefert eine Handreichung, die von der Landeskirche Baden und Württemberg, sowie den (Erz-) Diözesen Freiburg und Rottenburg-Stuttgart herausgegeben wurde.

 

Die Stabstelle Inklusion des Bistums Limburg verleiht fünf  „Inklusionskisten“, mit denen sich Schulklassen, aber zum Beispiel auch Firm-, Jugend- oder Pfarrgemeindegruppen einfach und aktiv mit dem Thema „Inklusion“ auseinandersetzen können. Die fünf Kisten beschäftigen sich mit den Themenbereichen Liturgie, Öffentlichkeitsarbeit, Erleben, Bildung und Verwaltung. Weitere Informationen zum Inhalt und den Ausleihmodalitäten der Kiste finden Sie hier

 

 

© Gerd Altmann auf Pixabay

 

Das Bistum Limburg verfügt über sechs Ämter für katholische Religionspädagogik in FrankfurtWetzlarLimburgOberursel, Montabaur und Wiesbaden.

In diesen können Sie vielfältige Materialien (Grundlagenwerke, Arbeitshilfen, Filme, Legematerial, Godly Play-Material, Erzählfiguren, etc.) für einen inklusionsorientierten Religionsunterricht ausleihen.

Hier die aktuelle Literaturliste mit empfehlenswerten Medien.

Welches Material wo zu finden ist, können Sie im Recherchekatalog aller Religionspädagogischen Ämter des Bistums Limburg ersehen.

© Ivan Bertolazzi auf Pexel

 

Wir meinen, dass es zur fachlichen Förderung des inklusiven Religionsunterrichtes nicht vorrangig um spezielle Angebote in Form bestimmter Veranstaltungen geht, sondern dass das Prinzip der Inklusion bei allen Fortbildungen - sobald auch didaktische und methodische Aspekte berührt sind – in unseren Fortbildungen der Ämter mitgedacht und thematisiert wird. Daher herzliche Einladung sich auf unserer Seite über unsere Angebote zu informieren: https://schule.bistumlimburg.de/

Dennoch möchten wir Sie auf einige Angebote hinweisen, die sich ganz gezielt mit dem Thema beschäftigen.

 

Fortbildungen und Veranstaltungen im Bereich Religionsunterricht der Vielfalt 

 

Kostenfreie, digitale Jugendworkshops zum Thema Inklusion, Vorurteile und Anderssein für den Präsenzunterricht oder Homeschooling, initiiert von der Aktion Mensch. Über den direkten Austausch in einer digitalen Live-Fragerunde (1-2 Schulstunden) erhalten die Teilnehmenden (ab Klasse 7) einen Einblick in das Leben und die Haltung von jungen Menschen mit Behinderung. Mehr Infos und eine Broschüre zum Download finden Sie hier.

 

Jahrestagung der Religionslehrer*innen an Förderschulen oder in der Inklusion des Bistums Limburg und Bistum Mainz. Der für den 13. Dezember 2021 im Exerzitienhaus Hofheim geplante Termin wurde verlegt auf den 10. März 22.  Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier oder im Flyer. 

 

Tagung„Niemand darf verloren gehen …?“ - Ausgrenzungen problematisieren – Bildungsgerechtigkeit fördern vom 18.-19.02.2022 in Münster

Das Plädoyer der EKD-Synode von 2010 für mehr Bildungsgerechtigkeit nehmen wir mit einer Tagung vom 18.-19.02.2022 wieder auf und fragen: Vor welchen Ausgrenzungsmomenten stehen wir heute angesichts von Pandemiebedingungen, Digitalisierung und Kinderarmut? Die Website zur Tagung ist nun online und die Anmeldungen sind ab sofort möglich: https://niemand-darf-verloren-gehen.comenius.de/

 

 

Angebote in Leichter Sprache

 

Die Lebenshilfe Frankfurt hat ein neues Angebot: ELiFELiF heißt: Einfach Lernen in Frankfurt. Hier findet man das Programm "August bis Oktober 21".

 

Ab dem 19. September 2021 startet ELIF mit „Einfach Reinkommen“: An 7 Terminen führen inklusive Teams von Menschen mit Lernschwierigkeiten, Studierenden und Museumspädagog*innen durch 7 große Frankfurter Museen. Die Teams haben gemeinsam in den letzten Monaten neue Blickwinkel auf Dauer- und Sonderausstellungen erarbeitet und freuen sich auf die Führungen! Hier gibt es mehr Informationen, die Termine und die Anmeldemodalitäten. Eine Postkarte zur Aktion kann man sich hier herunterladen.

 

Mindestens einmal im Monat gibt es in der Frankfurter Liebfrauenkirche, sonntags um 11 Uhr, einen Gottesdienst in Leichter Sprache. Pater Stefan Maria Huppertz, Kapuziner und Rektor der Liebfrauenkirche, steht den Gottesdiensten vor und erzählt auf der Homepage des Bistums davon. Dort finden Sie auch die Informationen zur Anmeldung.

 

Wir haben Ihnen einige Links von Internetportalen zusammengestellt, die sich mit dem Thema Religionsunterricht und Inklusion beschäftigen. 

 

InReV – Inklusive Religionspädagogik der Vielfalt, das neue Internetportal für eine Religionspädagogik, die die Vielfalt der Schüler*innen, Studierenden und Lehrenden anerkennt und als Selbstverständlichkeit versteht und sich einem weiten Verständnis von Inklusion verpflichtet sieht, „weil Diskriminierung viele Facetten hat“ (Quelle: inrev, 18.9.20)

 

Internetpräsenz des Religionspädagogischen Instituts der EKKW und EKHN, Bereich Förderschule/Inklusion

 

Religionspädagogisches Zentrum Heilbronn, Arbeitsbereich Inklusion

 

Das religionspädagogische Portal der katholischen Kirche (rpp-katholisch.de)  in Deutschland, Schwerpunkt Inklusive Bildung.

 

Inklunet ist ein überregionales Informationsportal zum Thema “inklusive Bildung”. Das Projekt wird vom Lehrstuhl “Pädagogik und Didaktik bei Menschen mit geistiger Behinderung” der Universität zu Köln betrieben. Den Schwerpunkt bildet der Didaktikpool mit konkreten Unterrichtsprojekte/-sequenzen aus der integrativen und inklusiven Praxis sowie umfangreiche Materialien und didaktische Ideen für den Unterricht.

 

Comenius-Institut (CI); Evangelische Arbeitsstätte für Erziehungswissenschaft e.V., Münster.

 

dkv – Deutscher Katecheten-Verein e.V., katholischer Fachverband für religiöse Bildung und Erziehung im deutschsprachigen Raum, u.a. Praxishilfen für den inklusiven Religionsunterricht.

 

Der Deutsche Bildungsserver ist der zentrale Wegweiser zu Bildungsinformationen im Internet mit Informationen zum deutschen Bildungswesen.

Hier geht es direkt zum Bereich Förderpädagogik/Inklusion; dort gibt es auch eine Informationssammlung zum Thema „Inklusion und digitale Bildung“.

 

Der Hessische Bildungsserver  ist die zentrale Einstiegsseite für pädagogische Aspekte des hessischen Schulwesens. Er ist eine Plattform für Information, Unterrichtsmaterialien, Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte, Informationen zu Schulen sowie Angebote in den Bildungsregionen und fördert die Kommunikation. Hier geht es zu Informationen zur Medienbildung und hier zum Lernarchiv, in dem man kostenlose thematisch sortierte Lernressourcen findet.

 

 

Wo finde ich in meiner Umgebung (Bistum Limburg/Hessen) Ansprechpartner und Anlaufstellen?

 

Inklusion im Bistum Limburg: Informationen und Adressen der Stabstelle Inklusion, der Projektstelle Inklusionsbegleiter, der verschiedenen Bereiche der Seelsorge für Menschen mit Behinderung und des Inklusionsrates. Hier kann man sich auch zu einem Newsletter anmelden, den die Stabstelle seit kurzem herausgibt. Zur Seite der Behindertenseelsorge im Bistum Limburg geht es hier.

 

Ämter für katholische Religionspädagogik im Bistum Limburg

Im Bistum Limburg gibt es sechs Ämter für Religionspädagogik, die Hilfen, Materialien, Fortbildungen, Vernetzungen rund um den Religionsunterricht (u.a. auch zum Thema „Inklusion“) anbieten. Sie finden Sie in FrankfurtWetzlarLimburgOberurselMontabaur und Wiesbaden

 

Im Amt Wiesbaden hat Frau Regina Weleda einen Schwerpunkt für den Bereich Förderschulen/Inklusion inne. Sie erreichen sie hier.

 

Die Katholische Erwachsenenbildung im Bistum Limburg hat verschiedene Bildungs-Angebote in leichter Sprache auf einer Homepage veröffentlicht.

 

Aktion Mensch – unterstützt als größte private Förderaktion in Deutschland soziale Förderprojekte für Menschen mit und ohne Behinderung - auch in der Schule. Hier gibt es mehr Infos. Infos zu Fördermöglichkeiten durch Aktion Mensch auch über die Projektstelle Inklusion des Bistums.

 

Gemeinsam Leben Hessen e.V., gegründet von engagierten Eltern und Pädagog*innen. Der Verein ist Anlaufstelle für Elterninitiativen, Familien, Einzelpersonen und Schulen. Insbesondere eine hilfreiche Anlaufstelle für ratsuchende Eltern.

 

Gemeinsam Leben Frankfurt e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, gegründet von engagierten Eltern und Pädagog:innen. Ziel ist es die Inklusion, die Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderungen, in Frankfurt voranzutreiben und zu verwirklichen. Ein Schwerpunkt liegt bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Hier geht es zur Homepage.

 

Netzwerk Inklusion Frankfurt  ist eine ehrenamtlich arbeitende Initiative – immer brandaktuell -  mit dem Ziel der Vernetzung der Frankfurter Inklusionsakteure, der gegenseitigen Information und des Austauschs. Organisiert ist das Netzwerk über einen Mailverteiler, dem jeder und jede kostenfrei beitreten kann. Hier geht es zur Homepage.

 

IGEL-WI e.V., Initiative Gemeinsam Lernen Wiesbaden, Elterninitiative, seit 2018  ein gemeinnütziger Verein, Ziele sind: die Inklusion in Kindergärten und Schulen für jedes Kind nach seinen individuellen Bedürfnissen zu ermöglichen, die Rechte der betroffenen Kinder und deren Eltern zu stärken und den Erfahrungsaustausch untereinander zu ermöglichen.

 

Kasseler Bündnis Inklusion e.V., ein 2016 gegründeter Selbsthilfeverein, bietet Beratung und Unterstützung für Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf/Behinderung sowie deren Eltern. Außerdem kann eine Elternbroschüre Inklusion in der Schule für die Stadt und den Landkreis Kassel heruntergeladen werden.

 

Die Lebenshilfe Landesverband Hessen e.V. hat das Ziel, der vollständigen gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit einer Behinderung und der Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft. Hier geht es zur Startseite.

 

Im Frühjahr 2021 neu erschienen ist der  "Ratgeber Inklusion Frankfurt und Umgebung",  hier zum Download, von Eltern für Eltern von Kindern mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen, initiiert und herausgegeben von der "Lust auf besseres Leben" gGmbH.

 

© Gerd Altmann auf Pixabay

 

Für zwei der Förderschwerpunkte gibt es in Hessen für den Religionsunterricht spezielle Richtlinien, bzw. einen Lehrplan: 

 

Zum Download:

Richtlinien für den Religionsunterricht Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung  (Hessen) (Erlass von 2013).

Lehrplan für katholische Religion an Schulen für Lernhilfe (Hessen) (Erlass von 2009).

 

© Buchcover Persen Verlag
© Buchcover Persen Verlag
© Buchcover Kohlhammer Verlag
© Buchcover: Waxmann Verlag

 

Hier finden Sie immer wieder Neuerscheinungen, aktuelle Projekte und Meldungen, die wir für Sie aufgespürt haben. 

 

Hier ein interessanter Artikel aus "News4Teachers" vom 5. September 21Befragung: Lockdown benachteiligt Kinder mit Förderbedarf stärker. Der komplette Bericht von Cornelia Gresch (Humboldt-Universität zu Berlin) und Monja Schmitt (Leibniz-Institut für Bildungsverläufe) wurde vom Leibnitzi-Institut für Bildungsverläufe unter dem Titel Lernen und Wohlergehen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogische Förderbedarfe während der ersten Schulschließung 2020 veröffentlicht.

 

Kostenfreie, digitale Jugendworkshops zum Thema Inklusion, Vorurteile und Anderssein für den Präsenzunterricht oder Homeschooling. Über den direkten Austausch in einer digitalen Live-Fragerunde (1-2 Schulstunden) erhalten die Teilnehmenden (ab Klasse 7) einen Einblick in das Leben und die Haltung von jungen Menschen mit Behinderung. Mehr Infos und eine Broschüre zum Download finden Sie hier.

 

Neue Veröffentlichungen 2020/21:

Beatrix Wolpers, Tabea Trettin: Die Corona-Krise einfühlsam aufarbeiten - lösungsorientiertes und individuell einsetzbares Material für die Grundschule, Persen 2020.

Beide Autorinnen sind Lehrerinnen, die Unterrichtserfahrungen aus verschiedenen inklusiven Kontexten mitbringen.

 

Thorsten Knauth, Rainer Möller, Anebelle Pithan (Hrsg.):  Inklusive Religionspädagogik der Vielfalt: Konzeptionelle Grundlagen und didaktische Konkretionen, Münster: Waxmann 2020. 

Hier finden Sie eine Buchvorschau und hier eine Buchvorstellung mit Einzelbeitrag zum Downloaden.

 

Jürgen Homan, Lars Bruhn, Esther Bollag (Hrsg.), Religionen inklusiv. Zur Dekonstruktion (nicht-) behinderter Körper, Kohlhammer 2021

Disability Studies stehen als Wissenschaftsansatz per se für den Anspruch der Inklusion. Im Buch wird das Religiöse im Kontext von Disability Studies thematisiert. Begründet werden Anfrage und Aufforderung: Inclusive Religions?!

 

 

Hier finden Sie Anregungen und Informationen, die das Thema Inklusion über den RU hinausgehend in verschiedenste Richtungen weiterführen.

 

Was ist digitale Inklusion? Was bedeutet digitale Mündigkeit? Fragen, die sich in den Schulen noch drängender stellen „seit Corona“. 

Hier: Kurze Videosequenzen mit fachlichen Statements und Anregungen auf der Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung u.a. vom Kongress „inklusiv politisch bilden“ 2016.

 

Hintergrundliteratur: Das exklusive Judentum und der inklusive Jesus - Inklusion in der Welt des Neuen Testaments. Ein Artikel von Guido Baltes für alle, die ihren Blick auf das Judentum und Christentum unter dem Aspekt der Inklusion/Exklusion schärfen wollen. Auch zu lesen auf Bibelentdeckungen.de.

 

Wer Vorurteile, Mythen und Falschaussagen rund um das Thema Inklusion nicht einfach ungeprüft übernehmen will, findet hier schnelle Infos und Hinweise für die nächste Inklusions-Debatte. Verfasst von Lisa Reimann, Verbreiterin von vorurteilssensiblen Ansätzen für die inklusive Praxis, ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende bei Inklusion erleben, ehemals: BDP Integrationsprojekt e.V. und Beiratsmitglied der Stiftung Bildung.

 

© S. Beul-Ring, RPA FrankfurtInklusion in der Kirche...??? - Eine Definition der anderen Art.

 

„Vom christlichen Menschenbild her besitzt jeder Mensch einen absoluten Wert und ist von unserem Schöpfer gewollt. Wir brauchen daher eine Kultur der Achtsamkeit im Zusammenleben der Menschen.“ So Kardinal Karl Lehmann in seinem Geleitwort "unBehindert Leben und Glauben teilen". Welche Konsequenzen dies für die inklusive Bildung in Katholischen Schulen, die Erziehung und Betreuung in katholischen Einrichtungen und die Arbeit in den Kirchengemeinden vor Ort hat, können Sie hier lesen.

 

Deutsche Bischofskonferenz; unBehindert Leben und Glauben teilen, Wort der Deutschen Bischofskonferenz zur Situation von Menschen mit Behinderung (2003)

 

Deutsche Bischofskonferenz, Inklusive Bildung von jungen Menschen mit Behinderungen in Katholischen Schulen in freier Trägerschaft, Empfehlung der Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz  (7.05.2012)

 

Deutscher Caritasverband (Hrsg.),Inklusive Bildung, Erziehung und Betreuung - Orientierungsrahmen für die verbandliche Caritas (2013). Weitere Infos auf der Homepage der Caritas im Bereich  Bildung und Inklusion

 

Jedes Kind ist anders. Alle sind verschieden, und wir werden im Laufe unseres Lebens immer verschiedener.

Remo Largo, Kinderarzt und Autor

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