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Konzerte, Kino, Diskussionen, Stimmbildung, Feste, ... Ein Blick über den Tellerrand des Religionsunterrichts hinaus. Ein paar Eindrücke aus den letzten Jahren.
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Wer sitzt denn da? Die brandaktuelle 18. Shell Jugendstudie wurde im November 2019 vorgestellt und besprochen.

© natureaddict auf Pixabay

Was beschäftigt die jungen Leute, zwischen 12 und 25 Jahren, aktuell? Was ist ihnen wichtig und was nicht? Welche Einstellungen und Haltungen haben sie zu den präsenten Themen des (sozialen) Lebens, wie Religion, Politik, Umwelt, soziales Engagement, soziale Medien und anderen?

Diese und andere Fragen beantwortet die aktuelle Shell-Jugendstudie, die im Oktober 2019 veröffentlicht und schon kurz darauf bei uns von dem Sozialforscher Dr. Thomas Gensicke vorgestellt wurde.

"Gibt es bei der jungen Generation einen Willen zum Wandel, zum aktiven Umweltschutz, zu solidarischem Handeln? Gibt es gar eine Renaissance der "Grünen Bewegung" aus den 80er Jahren?", so hatten wir zuvor gefragt.

Die Ergebnisse der Shell-Jugendstudie und anderer, von Dr. Genisicke zitierten, Studien, weisen darauf hin, dass die Generationengestalt sich seit der letzten Studie nicht verändert hat. Die junge Generation wird zusammenfassend als norm- und ordnungsorientiert beschrieben, die stark geprägt ist von "Likes" und "Followern" und diesen Parametern Ideen, Kreativität und Individualität unterordnet.

Gleichzeitig findet die Aussage "Ich verschwende meine Zeit im Internet" starke Zustimmung.

Umweltbewusstsein spielt eine große Rolle für junge Menschen, der Klimawandel steht massiv auf der Agenda und weit oben in der Liste der Dinge, die große Sorge bereiten. Gleichzeitig ist "umweltbewusst handeln" zwar ein wichtiger Wert, aber noch nicht wieder auf dem Niveau von 1987/88. Eine echte Renaissance der "Grünen Bewegung" steht also offenbar noch aus.

Keine Entwicklung ist auch zu beobachten bei dem aktiven, organisierten Engagement für Themen wie Politik, Umweltschutz, Tierschutz und ähnlichem. Die Bereitschaft, sich für Menschen in ärmeren Ländern oder für sozial schwächere Menschen einzusetzen, ist sogar sinkend. Es drängt sich also nach den aktuellen Studien der Eindruck auf, dass die junge Generation sich in ihrer Komfortzone eingerichtet hat, und diese auch ungern verlässt, so Dr. Gensicke.

Im Hinblick auf Religion und Glauben wurde aus der Studie "Jugend, Glaube, Religion" von Friedrich Schweitzer zitiert. Die Wichtigkeit des Glaubens an Gott ist rückläufig, insbesondere unter jungen Leuten christlichen Glaubens. Kirche hingegen wird - selbst bei Konfessionslosen - als wichtig empfunden, was eine überraschende Erkenntnis war. Bei der Frage, wer das eigene Leben bestimmt, waren die Befragten allerdings sehr klar. "Ich selbst" war die vorherrschende Meinung.

Im Anschluss an die Vorstellung der Ergebnisse hatten die Teilnehmenden noch die Gelegenheit, sich in Kleingruppen darüber auszutauschen, inwieweit sich die Ergebnisse mit den eigenen Erfahrungen decken, welche Fragen sie aufwerfen und was wir für unsere tägliche Arbeit mit jungen Leuten ableiten können.

Wer sich genauer einlesen möchte, findet hier eine von Shell herausgegebene Zusammenfassung der Studie und einen Flyer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nie war er so wertvoll wie heute ... Religionsunterricht und religiöse Kompetenz in der Schule - Ein Plenum im September 2019

Du kannst die Welt nicht verstehen ohne die Religion(en)

– ergo ist es auch nur konsequent, dass religiöses Wissen zum Bildungskanon dazugehört.

Bedarf es einer religiösen Kompetenz, um zu verstehen, wie die Welt tickt?

Der heimliche Dauerbrenner „Religionsunterricht“  drängt aktuell vielerorts auf die Agenda: Da ist der Glaubwürdigkeitsverlust der Kirchen, zum anderen provozieren aktuelle Konflikte um den islamischen Religionsunterricht die grundsätzliche Frage nach dem Wie und Ob des Religionsunterrichts.  Dieser sei „zwischen Grundgesetz, Biographiebegleitung und Glückskeks-Weisheiten angesiedelt. Er sollte sich anders positionieren: bescheidener und anspruchsvoller“, so ein Statement von Jürgen Kaube,FAZ, der die besondere Rolle, die der Religionsunterricht einnimmt, nicht nachvollziehen kann. Er sieht ihn eher in einer Reihe und gleichgestellt mit anderen Schulfächern.

Es gab also viel zu bereden an diesem anregenden Abend im Haus am Dom.

Die unterschiedlichen Meinungen, Erfahrungen, Wünsche und Sichtweisen wurden sowohl auf dem Plenum, besetzt mit Herrn Kaube (FAZ) Frau Omerika (Goethe Universität) Frau Altuntas (HKM Wiesbaden) und Herrn v. Erdmann (Dezernat Schule und Bildung im Bistum Limburg) ausgetauscht und diskutiert, als auch im Realitätscheck kritisch betrachtet.

Frau Hauk (Ausbilderin und Lehrerin am v. Gagern Gymnasium) und Herr Bertz (Schulleiter a. D. der Philipp-Holzmann-Schule), standen dem Moderator, Meinhard Schmidt-Degenhardt, Rede und Antwort, wenn es darum ging, Theorie und Realität abzugleichen.

 

 

 

 

Was glaubst Du? Lieder und Briefe zwischen Himmel und Erde - Eine Konzertlesung im Frühjahr 2019

Wort trifft Musik – Texte und Töne kommen zusammen! Das renommierte Würzburger Musiker-Duo „Carolin No“ –  Carolin und Andreas Obieglo – und der Aachener Autor und Religionspädagoge Rainer Oberthür präsentierten ihr gemeinsames „WAS GLAUBST-DU-PROJEKT“ mit Liedern und Briefen. Sie sind gleichermaßen an Kinder, Jugendliche und Erwachsene gerichtet und eine besondere Herausforderung, da es rund um die großen Fragen des Lebens und Glaubens geht. Sie geben zu denken, zu hören und zu verstehen, bieten Antworten und halten das Fragen wach für Menschen jeden Alters. So stehen wir gemeinsam immer wieder vor der Frage: Was glaubst Du?

In diesem Sinne war es ein schöner Abend für Herz und Kopf und Ohr und Seele, den alle Zuhörer*innen beschwingt und inspiriert verließen.

 

 

Augenblicke - prämierte Kurzfilme - Das besondere Highlight im Frühjahr 2019

Nach dem Sonntagsbrunch oder als Dienstags-Afterwork-Veranstaltung eignete sich dieses Angebot und bot beste Kino-Unterhaltung im Cinema.

Ein Wechselbad: wo sonst ein Film über 1,5 Stunden läuft, konnte man bei dieser Veranstaltung derer acht sehen.

Allerdings jeweils recht kurz, zwischen zwei und zwanzig Minuten lang. Traurig, lustig, bizarr, kreativ, als Comic, als kleiner Spielfilm, als Animation. Wer das einmal erlebt hat, zieht den Hut vor den meist jungen Autoren, die hier eine Kunstform kreiert haben, die so originell wie anregend ist. Wer will, kann das Vergnügen mit der Arbeit verbinden: denn viele der Kurzfilme - und eine Hundertschaft anderer - sind bei uns im RPA ausleihbar und eigenen sich wunderbar für den Unterricht. 

 

Gib Du mir Stimme - gib Du mir Klang - eine Fortbildung im Winter 2018

Dieses Stimmbildungsseminar war für Religionslehrkräfte und alle Interessierten, die täglich Ihre Stimme einsetzen und strapazieren, genau das Richtige. 

Wer noch nicht unter der Heiserkeit der ersten Erkältung des Winter litt, konnte mit der Logopädin Fr. Sigrid Ratmann daran arbeiten, dass unsere gottgebene Stimme weiterhin fähig bleibt, anstrengungslos und doch kraftvoll sprechen - aber auch singen - zu können. 

In bequeme Kleidung gehüllt und ausgestattet mit Wolldecken, Iso-Matten und Pezzi-Bällen wurde der Stimmeinsatz geübt. Dabei wurden der Atmung, der Körperhaltung und der Artikulation besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Ob alle Teilnehmer*innen trällernd das Haus am Dom verlassen haben, wissen wir nicht, aber interessante und für den Alltag wichtige Erkenntnisse haben sicherlich alle mitnehmen können.

Sommerfest mit musikalischem Tiefgang im Sommer 2018

Die Temperatur verhielt sich umgekehrt proportional zur guten Laune der Gäste des Sommerfestes: zunehmend kälter auf der Terrasse wurde es mit dem Sonnenuntergang, und so zogen wir weiterhin bestens gelaunt zum zweiten Teil des musikalisch gerahmten Abends hinein ins Haus am Dom. Doch zuvor konnte man allen Annehmlichkeiten eines Sommerabends über den Frankfurter Dächern widmen, immer im Wissen darum, dass am nächsten Tag das Schuljahr zu Ende sein würde. 

Nachdem sich alle an Speisen und Getränken gestärkt hatten, eröffnete der Musiker, Liedermacher und jüdische Kantor mit seiner Gitarre den Liederabend. Und wer ihn schon erlebt hat, weiß, dass es kaum eine Minute dauert, bis alle von seinen Liedern gefangen sind. Durch sein Musikstudium stehen ihm alle musikalischen Fertigkeiten sicher zur Verfügung, so dass sich Daniel Kempin ganz dem Ausdruck und der Gestaltung des Vortrags widmen kann. Jedes Lied hat seine eigene Geschichte, die der auch in jüdischer Theologie ausgebildete Künstler voranstellt. Und dabei kann er mit vielen überraschenden Entdeckungen aufwarten: oder wussten Sie, dass Stalin lange vor der Staatsgründung Israels schon einen eigenen Staat für die jüdische Bevölkerung avisiert hatte? So ging es quer durch die Geschichte bis heute. Da trug der Sänger ein selbstkomponiertes Lied gegen Hass und Fundamentalismus in den Religionen vor und traf damit genau ein drängendes Problem. 

Daniel Kempin singt nicht die Lieder, er lebt sie, wenn er sie vorträgt; egal ob auf jiddisch oder hebräisch. Aber auch englisch und natürlich deutsch sind Sprachen, die er für seine musikalische Gestaltung verwenden kann. 

Aber danach, in der Pause und natürlich ganz zu Beginn: da blieb auch viel Zeit zum Kennenlernen, austauschen und ausblicken - auf die kommenden Wochen, in denen viele einen Urlaub mit ihren Liebsten geplant haben. Wir wünschen allen eine gute Erholung und die eine oder andere Neuentdeckung. 

 

 

 

Über Gott und die Welt nachdenken - Vorstellung aktueller Kinderbücher im Winter 2017

Die Fortbildung im Rahmen der  Frankfurter LeseEule ging auf die Fragen ein, die Kinder häufig im Zusammenhang mit religiösen Themen und Begriffen stellen.

Und wir haben uns gefragt: Welche aktuellen Kinderbücher greifen diese Fragen gut auf? Wie wählt man geeignete Bücher aus? Wie thematisiert man die dort verhandelten Fragen und Erlebnisse im Unterricht? 

Hier fanden viele Religionslehrer*innen Anregungen und Impulse für neue Unterrichtselemente.

 

 

Haydns Schöpfung - ein Schülerkonzert im Frühjahr 2017

Nicht nur mit Pauken und Trompeten, sondern mit einem ganzen Orchester und den Limburger Domsinknaben wurden im Rahmen der Frankfurter Schülerkonzerte Teile der großartigen Vertonung des biblischen Schöpfungsberichts durch Joseph Haydn in der Dominikanerkirche aufgeführt. Dabei klang die Musik auch nach 200 Jahren noch beeindruckend schwungvoll und bot eine wohltuende Abwechslungen zu den zahlreichen Casting-Shows dieser Tage.

 

 

Filmbistro 2016 - "Unter die Haut ..."

... ging mancher Film, allen voran ein kleines Meisterwerk des Dänen Anders Walter mit dem Titel "Helium". Die ergreifende, aber am Ende sehr versöhnliche Geschichte von einem sterbenskranken Jungen. Durch seinen Pfleger wird er über die Frage, was nach dem Tod kommt, in eine Erzählung über das Land Helium eingebunden, die ihm Hoffnung und Vertrauen schenkt. "Der wunderbarste Platz auf der Welt" behandelt auf eine fast heitere Art die Thematik von Vertreibung und Flucht und bietet dadurch einmal einen ganz anderen Einstieg in das Thema. Letztgenannter Film ist in unserer Bibliothek ausleihbar, den erwähnten Film "Helium" können Sie im Medienportal der ev. und kath. Medienzentralen downloaden. Das ist ein sehr einfacher Weg, um an hunderte von Filmen zu kommen. Eine 3monatige Mitgliedschaft ist kostenlos, Privatpersonen zahlen 25 Euro im Jahr, Institutionen (wie Schulen) inkl. Zugang für 3 Personen nur 12,50 Euro. Den link dorthin finden Sie hier. Ansonsten standen an dem anregenden Abend noch die Filme "Meinungsverschiedenheiten", "Oh sheep", sowie  je eine Folge von "Tatortreiniger" und "Crushed Willi" auf dem Programm. 

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